Meine Freunde, die Sterne
Posted in: Ausflüge, Gruppen/Vereine, Landschaften, Pico del Teide, Teide Nationalpark, Veranstaltungen
Ich bin also gestern, nachdem den Abend davor die ganze Vorstellung wegen schlechtem Wetter in der Höhe abgeblasen worden ist, von Señor Garcia in der Nähe meines Hotels in Puerto de la Cruz abgeholt worden und wir haben uns zu den anderen vier Teilnehmern und den Astronomen Francisco, an unserer Aussichtsplattform in der Nähe des Observatoriums in 2300 m Höhe gesellt. Da war es bei 5° C, wolkenlosem Himmel und windstill, gut auszuhalten. Francisco hat aber auch für Teilnehmer, denen es zu kalt ist jede Menge Decken im Auto.
Der Sternenhimmel ist in der Lage auch mit bloßem Auge schon überwältigend.
Mit dem Riesenfernrohr, dass er dabei hat, das per Computer auf die einzelnen Objekte eingestellt wird und dass sich mit Hilfe von GPS auch dem Sternenlauf anpasst, konnten wir eine Menge mehr entdecken.
So haben wir beim „Jupiter“ angefangen, der dann während der Zeit als wir dort oben waren, direkt am Gipfel des Teide untergegangen ist. Wer hat schon einmal einen Jupiteruntergang am Teide gesehen? Wir, gestern Abend! Man konnte den Planeten und drei seiner Monde ganz klar erkennen. Nur ausgerechnet „Europa“ befand sich direkt hinter dem Planeten.
Zur Unterstützung seiner Erklärungen, die von Señor Garcia übersetzt werden, hat Francisco einen Laptop dabei.
Uns wurde gezeigt wie man „Orion” und „Kassiopeia“ erkennt. Der „große Wagen“ war noch hinter dem Horizont verborgen ist dann aber während unseres Aufenthaltes vollkommen aufgegangen.
Wir haben die Kinderstube der Sterne im „Orionnebel“ entdeckt und die Entwicklung der Sterne an Beispielen gezeigt bekommen.
Von der jungen blauen „Bellatrix“ im Orion, bis zu „Beteigeuze“, dem „roten Riesen“ und sterbenden Stern, ebenfalls in Orion.
Der hellste Stern am Abendhimmel, „Sirius“ dem Auge des Hundes, „offene Sternenhaufen“ und die „Pleyarden“ , ferne Galaxien und der „Mond“ standen auch auf dem Programm. Auffällig ist, dass der zunehmende Mond hier nicht fasst senkrecht steht wie in Deutschland, sondern mit der runden Seite nach unten, wie eine Schale. Der dunkle Teil war durch die Reflektion des Lichtes von der Erde, wie eine Kugel in dieser Schale auch schon mit bloßem Auge auszumachen.
Durch das Fernrohr konnte man dann auf der hellen Seite der Mondoberfläche eindrucksvoll die Einschlagskrater erkennen.
Als Abschluss sind wir zum „roten Planeten“ gereist, dem „Mars“, der zur Zeit der Erde am nächsten ist, deshalb sind wir auch im Marsjahr (vom 21. März 2009 bis 20. März 2010)
Bevor Francisco jetzt seine Gerätschaften wieder einpacken konnte, hatte er noch eine Thermoskanne mit heißem „Café con leche“ mitgebracht, an dem wir uns die Finger und den Magen wärmen konnten.
Mein Dank geht an Francisco und Señor Garcia und ich wünsche Ihnen noch viele interessierte Sternengucker. Wer weiß, vielleicht komme ich mal wieder her.
Es lohnt sich auf jeden Fall für alle die, die Sterne lieben. Fragt einfach bei astroamigos an, wann es einen für euch passenden Termin gibt. Hier seht Ihr Fotos sowie die Kontaktdaten von Astroamigos zum Sterne beobachten.
Return to: Meine Freunde, die Sterne
Social Web