Archiv für die Teneriffa-Kategorie 'Guanchen'

Die Herkunft der Guanchen

Donnerstag, 8. Dezember 2011
Die Herkunft der Ureinwohner Teneriffas und der restlichen kanarischen Inseln ist und bleibt bis heute ein Rätsel. Es gibt verschiedene Theorien über die Herkunft dieses Urvolkes, aber keine der Theorien konnte komplett bestätigt werden. Die erste Theorie besagt, dass die Altkanarier von den Berbern aus Nordafrika abstammen. Vermutlich erreichten die Berber die Kanaren ab dem 6. Jahrhundert und bevölkerten Teile der Inseln bis ins Jahr 800. Anschließend gerieten die Kanaren und die Guanchen in Europa in Vergessenheit, bis die Eroberer erneut die Inseln mitten im Atlantik entdeckten. Eine weitere Theorie erklärt die Herkunft der Guanchen durch die frühzeitige Seefahrt einiger anderer Bevölkerungsgruppen Nordafrikas. Wenn man dieser Theorie Glauben schenkt, dann gab es lange vor den Wikingern und lange vor Kolumbus Seefahrt und Meeresüberquerungen. Vermutlich haben Völker wie die Ägypter und andere Binsenschiffe gebaut und mit diesen den Atlantik überquert und sind dabei auf die Kanaren gestoßen. Thor Heyerdahl, ein ...

Tabaiba auf Teneriffa

Donnerstag, 17. November 2011
Auf Teneriffa gibt es, wie wir schon des öfteren berichtet haben, eine imense Vielfalt an Pflanzen und Gewächsen, die wir in Zentraleuropa nicht so gut kennen. Eine dieser Pflanzen ist die Tabaiba, die zu den Wolfsmilchgewächsen zählt. Diese Pflanze hat ihren Namen sogar noch aus der Sprache der Guanchen mitgebracht. Man weiss allerdings nicht genau was der Name Tabaiba bedeuten soll. Wie bekannt ist, besitzen die Wolfsmilchgewächse eine giftige Pflanzenmilch. Man sollte diese Pflanzen also nicht unbedingt anfassen und schon gar nicht einen Ast abbrechen oder ein Blatt zerreissen, denn dabei entrinnt diese giftige, weisse Milch. Die Guanchen haben diese Milch allerdings für ihren Vorteil genutzt und so beim Fischen viel Erfolg gehabt. ;) Man sagt, dass die Milch der Tabaiba wie ein Nervengift auf manche Tiere wirkt und so haben die Guanchen diese Milch ins Wasser, wo man Fische vermutet hat, geträufelt. Durch die giftige Milch waren die Fische wie ...

Die Kunst des Töpferns auf Teneriffa

Donnerstag, 27. Oktober 2011
Auf Teneriffa wussten schon die alten Ureinwohner, die Guanchen, dass man aus lehmartigen Bodenmaterialien und Vulkanstein Gefäße für den täglichen Gebrauch herstellen kann. Das Töpfern ist zweifelsohne das ältese Kunsthandwerk der kanarischen Insel und schon lange bevor die Zivilisation die Insel erreichte, wurden hier Töpfereigegenstände angefertigt. Die alten Guanchen haben damals gewisse Steine vulkanischen Ursprungs so gut wie möglich in kleine Stücke zerschlagen und diese anschliessend mit lehmartiger Erde vermischt. Diese Masse wurde dann geknetet und daraus wurden mit viel Fingerfertigkeit und Geschick verschiedenste Gebrauchsgegenstände wie Schüsseln, Töpfe und Wasserbehälter geformt. Zur Herstellung der Gebrauchsgegenstände wurden lediglich flache und Spitze Steine zum Glattstreichen des Tons und zum Einritzen verschiedener Verziehrungen verwendet. Nach dieser kreativen Arbeit des Gestaltens dieser Gebrauchs- und Kunstgegenstände kam wieder etwas Geschick in Sachen Feuer und Glut ins Spiel. Man grub ein Loch in den Boden und füllte dieses mit glühenden Kohlen bis etwa zur Hälfte. Nun wurden ...

Geschichte und Mythen der Kanaren

Montag, 18. Juli 2011
Spuren einer längst untergegangenen Kultur, die der Guanchen Die Ureinwohner der kanarischen Inseln haben vielen Forschern und Wissenschaftlern sowie Geschichtsspezialisten schon einige Rätsel aufgegeben. Es gibt viele Theorien über die Herkunft und die Lebensweise der Ureinwohner der Kanaren, doch man konnte sich bis heute noch auf keine Theorie festlegen. Im Buch Geschichte und Mythen der Kanaren: Spuren einer längst untergegangenen Kultur werden interessante Details und verschiedene wissenschafltiche Forschungsergebnisse und neue Erkenntnisse über die Guanchen preisgegeben. Der Buchautor Dr. Carlos Calvett beruft sich auf wissenschaftliche Berichte und Erkenntnisse sowie auf die Chroniken der spanischen Eroberer. Der Autor wurde aufmerksam auf die Guanchen da es ihn besonders beeindruckte dass diese anscheinend blond und blauäugig aber dunkelhäutig gewesen sein sollen. In diesem Fachbuch wird die Theorie vertreten, dass die Guanchen schon vor den Berbern auf den Kanarischen Inseln gelebt ...

Kanarische und Spanische Sprache

Mittwoch, 13. April 2011
Akademie der kanarischen Sprache - Academia Canaria de La Lengua Die kanarischen Inseln sind eine autonome Region Spaniens und somit wird auf allen 7 Inseln auch offiziell Spanisch gesprochen. Viele Sprachreisen haben deshalb die Kanaren zum Ziel. Die Canarios sprechen jedoch kein Spanisch wie man es in Madrid oder anderen Teilen Spaniens am Festland hört. Eher ähnelt der Dialekt der Canarios dem Spanisch, das in Südamerika gesprochen wird. Wenn man nur an die große Immigrationsbewegung zwischen den Kanaren und Teilen Südamerikas denkt, wäre dies eine Paralele zwischen den Inseln und dem südlichen Teil des amerikanischen Kontinents. Man hört die Unterschiede bereits bei der Betonung gewisser Wörter und bei der Aussprache gewisser Buchstaben wie beispielsweise c,z, oder s. Weitere Unterschiede gibt es im Vokabular, denn auf den Kanaren haben einige Dinge eine ganz andere Bezeichnung als auf der iberischen Halbinsel. Es kommt sogar manchmal zu Mißverständnissen oder Kommunikationsschwierigkeiten aufgrund dieses sehr ...

Tanausú, König der Guanchen

Freitag, 25. Februar 2011
Der Roman Tanausú, König der Guanchen erzählt eine traurige und lebhafte Geschichte der Ureinwohner der Kanarischen Inseln im Kampf gegen die brutalen Eroberer und die gewalthafte Zivilisation durch die Europäischen Eroberer. Diese Geschichte spielt im Jahr 1492 als Christopher Kolumbus nach Amerika aufbricht um die Neue Welt zu entdecken und zu erobern. Zu dieser Zeit waren Entdeckungsfahrten und Kreuzzüge zur Eroberung möglichst vieler neuer Länder ein zentraler Punkt der Gesellschaft. Der Roman von Harald Braem berichtet über die Eroberung der Kanaren durch die Spanier unter Alonso de Lugo. Er beschreibt mit viel Emotion und Einfühlungsvermögen den erbitterten Kampf der Ureinwohner gegen die spanischen Eroberer. Der König der Guanchen, Tanausú, und sein Volk werden diesen Kampf verlieren doch die Hoffnung und die Liebe zu ihrer naturbelassenen Heimat auf den Kanaren stirbt zuletzt. Der Autor weiss es politische Denkweisen ...