Guachinche in La Perdoma, Orotavatal
Am letzten Samstag waren wir, wie unerwähnterweise recht oft in der letzten Zeit, beim Guachinchen.
Einige Male waren wir in Santa Ursula bei einem Guachinchen, über den wir auch schon berichtet haben (mit Foto von dem vorzüglichen Pate Canario). Den Weg dorthin kann ich unmöglich beschreiben. Irgendwo auf der Hauptstraße in Santa Ursula sieht man ein Schild, daß einen über eine Vielzahl von extrem steilen Bergsträsschen irgendwann zum Ziel führt. ![]()
Hier unser Erfahrungsbericht: Beim Guachinchen
Samstag waren wir aber in La Perdoma (La Orotava) essen. Direkt an der Hauptstrasse findet man 3-4 Guachinches nebeneinander, und mind. 2 davon hatten bisher immer geöffnet.
Wir waren in dem rechten Lokal, wo es den sehr sehr guten frischen Pulpo (Krake/Oktopus) mit Kartoffeln gibt sowie das superzarte Carne Salsa (Rindfleisch mit einer leckeren, gulaschähnlichen Soße und Papatas Fritas (Pommes Frites)), was wir natürlich auch beides bestellt haben.
Pedro bestellte spontan auch noch “Lubina Salada” für mich zum Ausprobieren und für sich irgendeine andere Fleischspezialität, von der ich leider den Namen vergessen haben. Die Lubina Salada war allerdings nicht so ganz mein Fall, was unseren Hund Lolle später umso mehr freute.
Aber man muß ja alles wenigstens einmal ausprobieren.
Inclusive 1/4 Liter Vino Tinto (Rotwein), einem Cerveza (Bier), 2 x Brot mit Aioli und zwei Kaffee haben wir für uns 2 Personen nur 22 Euro bezahlt. Das ist doch im Vergleich zu einem durchschnittlichen Restaurant wirklich sehr günstig, oder etwa nicht?
Besonders gut gefällt mir beim Guachinchen, daß man mehrere Sachen auf einmal bestellen kann. Das lohnt sich vor allem, wenn man mit mehreren Leuten essen geht. Die verschiedenen Gerichte werden nacheinander an den Tisch gebracht und die großen Teller jeweils in die Mitte gestellt – so daß jeder von allem probiert und isst. Auf diese Art kann man vieles Neues und Leckeres kennenlernen und Ausprobieren, was man alleine nie bestellt hätte.
Die Mengen werden dabei immer individuell abgesprochen und angepasst, je nachdem wieviele verschiedene Gerichte man bestellen möchte.
So kann man aber auch nur zu zweit essen gehen, wie wir am Samstag und trotzdem mehreres bestellen, die Portionen werden dann individuell angepasst bzw. kann man das mit der Bedienung absprechen.
Viele Guachinches findet man hier:
www.guachinches.org
Ich habe mir aber von einheimischen Canarios sagen lassen, daß zu den “echten” Guachinchen überhaupt kein Schild führt und im Internet findet man diese schon gar nicht. Als Kanare oder mit kanarischen Beziehungen weiß man dann einfach über Mundpropaganda, wann es wo etwas zu essen gibt.
Ein anderer Canario erzählte mir vor ein paar Tagen, daß die “echten” Guachinchen nur zur eigenen Weinernte etwas zu Essen anbieten, die Hauptsache dabei soll aber der Wein sein.
Es gibt diese typisch kanarischen “Essgelegenheiten” übrigens nur im Norden von Teneriffa.
Ob wir jemals rauskriegen, was denn nun wirklich und wahrhaftig einen “echten” Guachinchen wirklich ausmacht?
Oder es gibt einfach ganz viele verschiedene von diesen kleinen urigen Lokalen, manche professioneller, manche privater… Vermutlich gibt es so viele Arten von Guachinchen, wie es Guachinchen gibt. Jeder macht es etwas anders, jeder hat seine komplett individuellen Gerichte und Gepflogenheiten. Und so finden wir es auch gut!
Auf alle Fälle war bisher jeder Guachinche noch weitaus günstiger als alle Restaurants – und die Qualität war bisher immer sehr gut und uns wurden überall nur frische Zutaten serviert.
Hier ein weiterer Guachinche-Erfahrungsbericht














