Kanarische Palmen in Gefahr
Auf den Kanarischen Inseln gibt es verschiedene Palmenarten, die die Landschaft säumen, jedoch die meisten kommen aus dem Ausland und wurden auf die Inseln eingeführt.
Leider bringt das Einführen fremder Spezies oft Probleme mit sich, wie auch in diesem Fall. Die einheimischen Palmen werden jetzt durch einen Schädling, der aus Asien importiert wurde, ernsthaft bedroht.
Die bekanntesten, einheimischen Palmen sind die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) und die echte Dattelpalme (Phoenix dactilyfera). Dies Palmenarten befinden sich durch einen roten Rüsselkäfer in Gefahr.

Der Schädling wurde zusammen mit einer Palmenart aus Asien auf die Kanarischen Inseln gebracht und bedroht jetzt die einheimische Flora. Der rote Rüsselkäfer wird auf Spanisch picudo rojo genannt und hat im Jahr 2007 bereits 100 Palmen auf dem Gewissen.
Die Lateinische Bezeichnung dieses unerwünschten Gastes lauet Rhynchophorus ferrugineus. Der Käfer hat als erwachsenes Tier eine Länge von 3 bis 3,5 cm und ist durch seine auffällig rote Farbe leicht sichtbar.
Der rote Rüsselkäfer legt seine Eier direkt im Stamm der Palme, wo diese nach gewisser Zeit kleine Larven zum Ausschlüpfen bringen. Die Larven ernähren sich von der Zellulose (Gewebe) des Palmenstammes. Ausgewachsene Käfer fressen in den Palmenstamm bereits Gänge von über einem Meter Länge. Da der Rhynchophorus ferrugineus auch die Palmenkrone beschädigt, verfaulen die Blätter in kürzester Zeit und die Palme stirbt ab.
In La Orotava wird eine Samendatenbank für Palmensamen erstellt, um die gefährdeten Palmenarten vom Aussterben zu schützen und Daten zu sammeln.
Ich denke, dass man an diesem Beispiel wieder sieht welch großen Schaden man anrichtet, wenn man ausländische Spezien in ein geschlossenes Ökosystem einschleust. Wir sollten uns viel mehr um die einheimischen Pflanzen kümmern, bevor wir fremde Pflanzenarten aus dem Ausland importieren und endemische und einheimische Pflanzen in Gefahr bringen.














