mare mundi auf Teneriffa
Die Meeresschutzorganisation mare mundi wird von 23. bis 29. Mai mit einem Fernsehteam auf Teneriffa zu Gast sein.
Im Rahmen dieses Besuches wird Filmmaterial für eine Filmreiche namens bedrohte Paradiese gesammelt. Man versucht hier auf keinen Fall die kanarischen Inseln anzugreifen, sondern möchte auf ernsthafte Bedrohungen der Fauna und Flora des Meeres dieses einzigartigen Archipels hinweisen.
Das Ziel von mare mundi ist es mit dieser Doku Reihe auf die gemeinsame Verantwortung über den Erhalt der Inseln von Seiten der Tourismusindustrie, der Einwohnern und Besuchern hinzuweisen.
Die Meeresschutzorganisation ist dankbar für jeden Kontakt und für jeden Hinweis zum Thema bedrohte Paradiese. Folgende Kontaktpersonen werden noch gesucht:
Kanarische Journalisten
gute Interviewpartner mit einer wichtigen Botschaft
Biologen und Meeresbiologen sowie Kenner der der Inseln
Taucher, die die Problematik darstellen können
Personen, die Korruption dokumentieren können
aktive Umweltschützer
Das sind nur einige Beispiele für eine Zusammenarbeit mit mare mundi, falls Sie daran interessiert sind oder glauben, Sie könnten etwas zur Doku Reihe beitragen, können Sie sich bei Robert Hofrichter melden.
Hier die Webseite von mare mundi:
www.mare-mundi.eu















6. Juli 2010 um 18:19:44
1. Bitte sehen Sie sich mal im Loro Park in Teneriffa in Puerto de la Cruz um. Was dort mit den Pinguinen, den Fischen und den Orkas geschieht ist furchtbar.
2. Auf der Insel El Hierro wird mit der Harpune so gut wie alles was im Meer fleucht eliminiert. Die Gier ist grenzenlos. Die Leute kommen von anderen Inseln, (für ein paar Tage) und fischen dort alles was sie kriegen können, weil auf der eigenen Insel (z.B. Teneriffa) alles ausgeräumt wurde. Ich sehe die Leute kommen, hinter den Felsen verschwinden und am abend mit Säcken mit über 10 kg auf dem Rücken zurückkommen. Es gab tausende Krabben auf den Felsen noch vor 3 Jahren, auch Lapas (Muscheln) in Hülle und Fülle. Aber alles ist fort. Der Strand heißt PLAYA DEL VERODAL und ist sicher nur ein Beispiel für den Raubbau an der Natur der auf EL Hierro betrieben wird. Und dann sagt man die Insel möchte eine Biosphäre sein??? Die Einheimischen sind auch noch nicht sensibilisiert und passen zu wenig auf ihre Schätze auf. Die ärgsten Räuber, glaube ich, kommen von außen (von den anderen Inseln). Bitte kümmert euch darum.
Ja, es gibt eine Schutzzone für Fische aber das genügt nicht auch die übrige Küste müßte überwacht werden, denn die leute nehmen 10x mehr als das was erlaubt ist.
6. Juli 2010 um 23:51:46
Kaum jemand der sich darueber aussert oder gar es so sieht.
Schon garnicht die die es sehen solten!!!
Frage: Warum? in der heutigen Zeit sollte man nicht nur das schnelle
Geld sehen! Klar, leben wollen wir alle, aber um welchen Preis.
Ach, die kilos werden in der familie aufgeteilt.
es ist lange her das der einzelne mensch sich und die familie durch und mit
der natur ernaehren konnte.
Danke
7. Juli 2010 um 07:15:09
Hallo Charlotte! das klingt ja furchtbar was du da beschreibst. Es ist sehr schade, dass die Canarios nicht so sensibilisiert sind wie du sagst, das ist eine Frage der Aufklärung und Information sowie der Erziehung. Das mit den Harpunen ist ja eigentlich strengstens verboten, da wundert mich nur dass das keiner kontrolliert. Ich hatte so eine Erfahrung auf Teneriffa und habe die Polizei angerufen, die sind dann sofort gekommen und haben den illegalen Fischer auch dementsprechend zurechtgewiesen und ein Bussgeld verhängt und nun wird immer mehr kontrolliert. Ich hoffe dass die Menschen bald aufwachen bevor es zu spät ist.
Anna
7. Juli 2010 um 13:13:10
War eine Woche im Süden El Hierros.
Da habe ich keine Harpunen gesehen.
Die einheimischen Fischer fahren mit kleinen Booten aufs offene Meer und angeln…
das recht erfolgreich… abends kommen sie mit 4 oder 6 Fischen zurück…
glaube dass das Thuns gewesen sind, die kleineren wogen 30 KG der größte fast 80 KG…
hatte wirklich nicht das Gefühl, dass sich “am Ende der Welt” eine Ökokatastrophe anbahnt… eher im Gegenteil… das war schon recht idyllisch da…
von der Fähre mit der ich ankam, fluteten grade mal 6 Touristen auf die Insel… mehr als 200 werden wohl nicht auf der Insel gewesen sein…
8. Juli 2010 um 07:38:35
Noch was:
Kilometerweite Zonen auf der Südseite sind als Fischbrutplätze ausgewiesen…
dort darf nicht geangelt werden und auch Motorboote dürfen da nicht fahren..
daran wurde sich auch gehalten!
Das bestimmte Krabbenarten in bestimmten Jahren massenhaft auftreten, in anderen Jahren kaum zu sehen sind, ist kein Hinweis darauf, dass diese überfischt sind, sondern kann mit Brutzyklen zusammenhängen!
10. Juli 2010 um 11:04:55
Hallo Martin! Ich war auch auf El Hierro und zwar in Norden und Süden und hab da auch keine Fischer mit Harpunen gesehen. Ich hätte auf den Kanarischen Inseln generell nie was von “Ausbeutung” mitbekommen und lebe nun schon fast 6 Jahre dort.
10. Juli 2010 um 15:00:43
Alleine die Anwesenheit einer Vielzahl auch größerer Delphinschulen beweist, dass eine Überfischung nicht stattfindet, die Delphine würden sonst abwandern oder verhungern.
Habe mir ganz El Hierro angeguckt…. für jemanden der mal am Ende der Welt mit sich in Ordnung kommen will..ist das ganz genau der richtige Platz!
11. Juli 2010 um 14:00:11
Stimmt Martin, die Küste vor El Hierro ist sogar sehr bekannt für ein hohes Vorkommen von Delphinen und sogar Walen. Gruss
Anna
13. Juli 2010 um 18:50:58
Hallo Anna,
Die Anwesenheit von Meeressäugern in großen Herden und Schulen ist immer ein Indiz für ein intaktes Ökosystem. Die Kanarios sind da wacher als man glaubt, sonst wären, gewiß auch gegen den Protest vereinzelter Fischer nicht diese wirklich riesigen Aqua-Biosphärenreservate eingerichtet worden.
Zum Ausgleich sind bestimmt auch viele “grüne” Mio-EU Euronen nach El Hiero geflossen… jedenfalls waren alle Strassen frisch asphaltiert!
Deshalb sollten die Erfolge hier benannt werden… und nicht das frevelhafte Verhalten Einzelner in den Vordergrund treten.
P.S.: Zu den Krabben merke ich noch an:
Als ich 1975 und 1976 Urlaub an der Ostsee machte fand eine Marienkäferinvasion in Milliardenstärke an den Stränden statt. 1977 waren nur vereinzelt welche zu sehen..d.h. nicht, dass der Marienkäfer 1977 vom Aussterben bedroht gewesen ist. Sondern , dass in den beiden Jahren zuvor die Blattlaus, von der der Marienkäfer lebt, sich aufgrund klimatischer Bedingungen massenhaft vermehren konnte… und somit auch der Marienkäfer.
16. Juli 2010 um 08:38:26
Große Herden und Schulen?
Die größte Ansammlung von Delfinen (gr. Tümmler) auf den Kanaren habe ich 2001 vor Gomera gesehen. Das dürften mal grade 200 Tiere gewesen sein.
Anfang der 80iger habe ich mal einen Delfinschwarm die Strasse von Gibraltar passieren sehen… dieser füllte die Wasserstrasse (ca. 20KM)auf voller breite und zog über eine Stunde ins Mittelmeer hinein. Das waren weit über 1 Millionen Delfine. Würde mich interessieren ob es solch große Schwärme überhaupt noch gibt?
Jedenfalls war diese Ansammlung von Meeressäugern das beeindruckenste Naturschauspiel das ich in meinem Leben gesehen habe.
19. Juli 2010 um 18:14:53
Wenn überhaupt wird man solch großen Verbände nur in “Flaschenhälsen” wie Straße von Gibraltar, Bosporus sehen können. Ich befürchte aber, dass die industrielle Thunfischjagd auch sehr große Opferzahlen bei den Delfinen und Tümmlern gefordert hat. Thuns und Delfine ziehen relativ häufig zusammen, d.h. Delfine oben – Thuns darunter… dass wissen auch die Fischer und so kreisen sie Delfinschwärme ein um Thuns zu fangen…
Nächste mal besser Pizza Funghi bestellen..und Tonno von der persönlichen Speisekarte streichen!