Stammt der Drachenbaum von einem Drachen?

Teneriffa und die Kanarischen Inseln werden oft mit der griechischen Mythologie in Verbindung gesetzt. Wie ich euch bereits erzählt habe, wird vermutet, dass Teneriffa den Hesperidengarten darstellt und der feuerspuckende Teide den Drachen Ladon, der die goldenen Äpfel bewachte.

Heute wollen wir mal genauer auf den Drachen Ladón mit den 100 Köpfen eingehen. Die griechische Mythologie personifizierte den monstruösen, feuerspuckenden Drachen mit dem Vulkan Teide.

Es wird erzählt, dass der Drache Ladón sich von Atlas ablenken ließ als dieser die goldenen Äpfel für Herkules aus dem Hepseridengarten stehlen sollte. Es gelang Atlas den Drachen abzulenken und zu töten. Sein feuerrotes, dunkles Blut floss über die Erde und verbreitete sich auf der ganzen Insel.

Das Blut des Drachen soll laut des Mythos in Form von Drachenbäumen gekeimt und gewachsen sein. So erinnern die Drachenbäume auf Teneriffa noch an den 100-köpfigen Drachen Ladón. Sie werden mehrere 100 Jahre alt und sind so langlebig wie die Drachen aus der Mythologie.

Der älteste und prächtigste Drachenbaum, der zum Wahrzeichen der Insel Teneriffa geworden ist, befindet sich in Icod de los Vinos.
Hier findet Ihr einen Bericht über den Drago Millenario: Fotos und Bericht – Drachenbaum Icod

Dieser Mythos wäre ja eine Erklärung dafür, dass Drachenbäume nur auf den Kanarischen Inseln wachsen, also endemisch sind. Wenn man den Drachenbaum genauer betrachtet, stellt man fest, dass die vielen verzweigten Äste wie viele Köpfe aus einem dicken Stamm wachsen.

Aus diesem Grund wird der Baum auch Drachenbaum genannt.

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