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Teide Pflanzen

Das von Alexander von Humboldt 1799 entdeckte Veilchen ist zwar berühmt, weil einzigartig, aber wer hat es beim Wandern schon entdeckt ? Seine im Mai violett blühende, kleine Gestalt kann erst ab einer Höhe um die 3000 m auf dem Teide ( nicht nur zu Fuß, auch mit der Seilbahn möglich ) gesichtet werden. Es ist fast unmöglich zu glauben, daß in diesen gewaltigen Lavahalden und kilometerweiter Steinlandschaft sich im Frühling ein blühender Steingarten entwickelt.

Tajinaste in der Caldera des Vulkans

Tajinaste in der Caldera des Teide Vulkans
Nicht so hoch hinaus muß man, wenn man all die anderen endemischen Pflanzen sehen will, die hauptsächlich im Mai zur Blüte kommen. Schon vor der 2000 m Baumgrenze erblickt man am Wegesrand die violett-blau blühende Teide – Katzenminze und nicht weit entfernt die schneeweißen Blüten der Teide-Margaritenstaude. Vorher fuhr man vielleicht schon an den rosa-violett blühenden Zistrosen vorbei, an verschiedenen Distelarten mit goldenen Köpfen, an zarten Nelkengewächsen und fleischigen Dickblattrosetten und blühender Erica.

Was sonst von weitem aussah, wie kleine Schäfchen, ist die quittegelb-blühende Besenrauke, die die Canadas durchzieht. Der unbeschreibliche Duft, der nicht nur Bienen anzulocken scheint, kommt von den riesigen Sträuchern des Teide-Ginsters, der meist schneeweiß, auch zartrosa, fast wie Flieder aussehend, blüht. Darauf haben die Tinerfeños gewartet und ziehen hinauf in die Retama-Blüte.

Die Skabiose-Polsterkissen, weiß bis altrosa, halten ihre vielen Blüten länger, während der Teide-Lack mit seiner zweifarbigen Blüte die Sommerstürme fürchten muß. Gute Angriffsfläche bietet auch der stolze, bis zwei Meter hohe rote Natternkopf (Tajinaste roja). Ihn sollte man auf keinen Fall verpassen. Weit überragt er mit seinen tausenden von Blüten die Pflanzenlandschaft. Sich neben ihn postiert, macht sich außerordentlich auf einem Urlaubs-Foto.

Und wenn man auch nicht zu Fuß die dünne Luft in höchster Höhe durchschritten hat, kann man mit Recht stolz sein auf diese einmaligen Entdeckungen. Weit weniger auffällig, aber seltener ist der blaue Natternkopf (Tajinaste picante). Er ist kleiner und hält sich oft in windgeschützten Mulden auf.
Ganz klar, daß alle Pflanzen im Nationalpark Las Canadas del Teide unter Naturschutz stehen.

Für strengste Bewachung sorgt die Naturschutzbehörde ICONA, die auch immer ein offenes Ohr für alle Fragen hat. Durchfährt man die Canadas vom Norden her über die Los Roques, an den Los Azulejos vorbei, sollte man nach der Kurve und einigen Felsabschnitten linkerhand sich dann ganz nach links hinten wenden. Was man da zu Gesicht bekommt, ist einmalig und wird das Tal der Tajinaste (Valle de Tajinaste) genannt : am Hang empor stehen eine nach der anderen, hunderte von blühenden roten Natternköpfen.



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