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Der Südosten Teneriffas

Die Süd-Ost-Küste von Teneriffa – Urlaub und Auswandern

Mein Mann und ich sind schon vor vielen Jahren auf die Insel Teneriffa ausgewandert und lebten ca. 5 Jahre lang glücklich im Norden der Insel in Puerto de la Cruz.

Da man ja immer wieder mal was Neues ausprobieren muß, haben wir uns irgendwann entschlossen, nun eine Weile in den Südosten der Insel Teneriffa umzuziehen – nach Abades.

Punta de Abona, Teneriffa
Punta de Abona“ mit Leuchtturm

Abades, auch manchmal Los Abades genannt, ist der Nachbarort von Poris de Abona, dessen Leuchtturm eigentlich schon jeder von der Süd-Autobahn aus gesehen hat.

Nun lebten wir 1 Jahr im Südosten Teneriffas und haben uns dabei auch den Süden der Insel genau kennengelernt.

Barranco Teneriffa Blick
Abades an der Südostküste Teneriffas

Welche Orte gehören überhaupt zum Südosten von Teneriffa?

Orte an Teneriffas Süd-Ost-Küste

Orteinfos und Urlaubsunterkünfte wie Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen:

Orte im Südosten Teneriffas, sortiert von Norden nach Süden:

Candelaria

Arafo

Güímar

Fasnia

Arico

   • Abades

   • Poris de Abona

Granadilla de Abona

   • El Médano

   • San Isidro

   • Los Abrigos

San Miguel de Abona

Vilaflor

Teneriffa Strand Weg
Blick auf dern Ferienort Abades an der Südostküste Teneriffas

Hier auf der Karte finden Sie die Lage aller Gemeinden sowie der zugehörigen Orte auf Teneriffa:
Orte, Gemeinden und ihre Lage auf Teneriffa

Wie hat es uns dort gefallen? Und…: Ist der Südosten der Insel für deutsche Urlauber und Auswanderer überhaupt geeignet?

Kommen wir zu den wichtigsten Nachteilen und Vorteilen.

Nachteil Nr. 1 – zu heiss im Sommer:

Im Sommer ist es im Süden der Insel wirklich sehr sehr sehr warm, um nicht zu sagen heiß. Und – der Sommer dauert viel länger, nämlich ohne Übertreibung etwa ein halbes Jahr! Das bedeutet, man ist JEDES Mal naßgeschwitzt, wenn man nur mal mit dem Hund die wenigen Schritte zum Park geht, wo es glücklicherweise vereinzelte Bäume gibt, unter denen es minimal erträglicher ist. Ein paar Wochen Hitze im Jahr hat man ja sogar in Deutschland, aber monatelang ist uns persönlich doch zu viel.

Vorteil Nr. 1 – warm & frühlingshaft im Winter:

Schade eigentlich, denn im Winter ist es fantastisch hier im Süden: alles erblüht schon nach den ersten kurzen Regenfällen im November, womit wir leider auch gleich zum nächsten Punkt kommen:

Nachteil Nr. 2 – Stromausfälle bei Regen:

Kaum regnet es es knapp zwei Stunden, fällt je nach Ort, in dem man lebt, regelmässig der Strom aus. Das haben wir in in einem Winter insgesamt 5 mal erlebt. Zwei von diesen Stromausfällen dauerten 2 Tage und 2 Nächte lang! Das trifft einen in unserer heutigen Zivilisation schon recht heftig. Mal abgesehen davon, dass wir mit unserer Internetfirma schon beruflich auf Strom angewiesen sind, bedeutet das auch: 2 Tage lang keinen Strom für den Kühlschrank, von sonstigen Haushaltsgeräten mal ganz abgesehen. Duschen ist auch nur kalt möglich, weil hier alles über Warmwasserboiler läuft. Nun, was soll man sagen, so was trainiert einen. Sobald der Strom verschwindet, heisst es schnell duschen, solange das Wasser im Boiler noch heiß genug ist. Föhnen ging dann leider nicht…

Die Sache mit den Stromausfällen hat sicherlich weniger mit Norden oder Süden unserer schönen Insel zu tun, sondern allein damit, daß Abades nur ein kleines Dorf ist. In Los Cristianos tritt so was sicher nicht so oft auf.

 
Wenn man mich so liest, könnte man meinen, daß es uns hier im Süden / Südosten so gar nicht gefallen hat, aber das stimmt nicht.

Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn vieles werden wir von hier auch vermissen:

Tajao Küste, Teneriffa
Die ganze Küste des Ortes Tajao de San Miguel besteht aus Tuffgestein

Vorteil Nr. 2 – einsame Strände:

Einsame Strände, die man ganz für sich alleine hat und Spaziergänge direkt am Meer und die Küste entlang, oft stundenlang ohne daß man irgendwem begegnet, das ist nur hier möglich.

Genauso einsam kann man in vielen Barrancos (Schluchten) mit karger, aber einzigartiger Flora wandern.

Vorteil Nr. 3 – tolle Restaurants & Geschäfte:

Im Süden Teneriffas trifft man auf eine überrascht gut ausgebaute Infrastruktur, vor allem die Gastronomie und die Geschäfte. Wir haben uns hier an so einige tolle und dazu recht günstige Restaurants gewöhnt… Es gibt hier im Süden mehr große Orte zur Auswahl, wenn man überlegt, wo man essen gehen kann als im Norden. Obwohl man auch da nicht über mangelnde Anzahl an Lokalitäten klagen kann, gibt es als großen Ort mit mehreren internationalen Restaurants jedoch nur Puerto de la Cruz.

Entlang der Ost- und Südostküste ziehen sich traditionelle Fischerdörfer mit urigen Lokalitäten. Frisch und günstig essen, das ist hier das Motto. Typisch kanarische Fischrestaurants in den kleinen Fischerdörfern direkt am Meer, z.B. Tajao (San Miguel de Tajao), eine Autobahnausfahrt von Abades Richtung Süden. Tajao ist zwar nur ein kleines Dorf, aber die Einheimischen kommen aus den Nachbardörfern und von weiter, weil es hier so guten und immer frischen Fisch und Meeresfrüchte gibt. Gambas, Tintenfisch, Pulpo, Chocos, Chipirones, Gueldes, Muscheln usw.
Direkt nach Betreten der Restaurants, noch bevor man sich nach einem Tisch umschaut, wird an der Frischetheke der gewünschte Fisch ausgesucht und auch sogleich bestellt. Zwar gibt es sowas vereinzelt auch im Norden, dann aber als exklusives Restaurant und nicht zu solch supergünstigen Preisen.

Im tiefen Süden der Insel warten dagegen unzählige internationale Restaurants, auch der gehobenen Küche.

Vorteil Nr. 4 – wenig Touristen:

Massentourismus ist dem Südosten der Insel völlig unbekannt. Touristen trifft man hier (noch) eher selten. Ganz anders im tiefen Süden – dort tanzt der touristische Mob fast ganzjährig. Im Winter kommen mehr Engländer und Deutsche hierhin, im Sommer sind es mehr Festlandspanier.

Typische Orte ohne touristische Orientierung:
neben den kleinen typischen Fischerdörfern an der Küste, die fast alle auch einen tollen Strand zu bieten haben, finden Sie hier im Süden Teneriffas auch touristisch unberührte größere Orte wie z.B. San Miguel de Abona. Ein sehr schöner Ortskern mit Sehenswürdigkeiten, einer sehenswerte Kirche und Statuen/Denkmal, auf deren Vorplatz man sich im Schatten alter Bäume ausruhen kann.

Sicherlich gibt es noch viele weitere Unterschiede zwischen dem Süden und dem Norden Teneriffas, doch hier soll mein Bericht erst einmal enden.

Hier finden Sie Reiseberichte und Fotos von der Südostküste Teneriffas

Abades an der Südostküste Teneriffas, Teil 1

Abades an der Südostküste Teneriffas, Teil 2

San Miguel de Tajao an der Südostküste Teneriffas

Fazit:

Soll man nun in den Südosten der Insel Teneriffa auswandern oder lieber nicht? Das muss ein jeder für sich selbst entscheiden. Aber verbringen Sie doch mal einen Urlaub hier!