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Eltern sein auf Teneriffa

”Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr.“

Eltern in Deutschland werden ständig Steine in den Weg gelegt, viel zu wenig Unterstützung gerade für berufstätige Eltern, von Kindergarten bis zum Studium, bzw. Ausbildung.

Etwas einfacher scheint es dagegen in Spanien, bzw. auf Teneriffa zu sein. Die Kinder können ab 1 Jahr bis 17:00 Uhr im Kindergarten bleiben, danach in den Schulen genauso. Sie bekommen zu essen, spielen, lernen etc., man ist sich hier auch nicht zu schade Windeln zu wechseln.

Freizeitaktivitäten gibt es in jeder Form, angefangen vom Sport über Musikalische Erziehung bis hin zu Kunst und Kreatives und alles kostenlos oder sehr kostengünstig!

Natürlich kann man auch private Institutionen nutzen, die dagegen kosten sehr viel Geld. Finanzielle Unterstützung gibt es dafür keine in Spanien, wie Kinder- und Familiengeld etc. Jedoch steht in Frage, welche Unterstützung ist nützlicher, die finanzielle oder die tatsächliche?

Dadurch daß man arbeiten gehen kann und das Kind schon im frühen Alter schulisch gefördert und gefordert wird, hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, noch dazu hat man den ganzen Nachmittag Zeit mit dem Kind zu verbringen.

Vor 21:00 Uhr gehen die Kinder auf Teneriffa meist noch nicht ins Bett, müssen aber auch erst um 09:00 Uhr zur Schule. Somit ist es ein wenig einfacher, bezüglich der Zeitplanung ein etwas ausgeglicheneres Familienleben zu führen, als in Deutschland. Es ist natürlich alles eine Frage der guten Organisation, hier wie dort.

Eltern können der Arbeit voll nachgehen, Kinder werden von Pädagogen geschult und umsorgt und wenn alle zu Hause sind, hat man Ruhe und Zeit sich aufeinander zu konzentrieren. Am Wochenende unternimmt man etwas gemeinsam und stärkt sich für die Woche. Außerdem sind die Kinder durch diese Erziehung sehr viel selbstständiger erzogen und hängen nicht (wie in Deutschland oft erlebt) zu sehr an den ”Rockzipfel“ der Eltern. Aber auch das ist Ansichtssache und nur meine eigene Beobachtung.

Unter anderem beweist ”Pisa“, daß es nicht immer das wichtigste ist. Finanzielle Hilfen sind nicht alles, viel wichtiger sind doch die Rahmenbedingungen und die direkte Unterstützung des Staates und anderer Institutionen.

Auch stehen die Eltern dadurch nicht unter einem zu großen Druck, wobei die Einstellung zu Kind und Familie, eine sehr viel normalere ist in Spanien, als in Deutschland. Wenn man den Arbeitgeber anruft und nicht kommen kann weil das Kind krank ist, sagt der öfter als in Deutschland, ”natürlich, nehmen Sie sich 2 – 3 Tage, Hauptsache dem Kind geht es wieder gut.“ Weil auch er Kinder hat und er weiss wie schwer es ist einen Babysitter kurzfristig zu bekommen! Aber natürlich ist auch hier nicht jeder Chef so verständnisvoll und es ist auch vom Job abhängig.

Tatsache ist: Kinder werden hier noch wie Gold behandelt, es gibt fast nichts was wichtiger und wertvoller ist, und jeder versucht direkt oder indirekt dieser Verpflichtung nachzukommen und nachkommen zu können.

Deswegen glaube ich, sind auch hier die glücklichsten Kinder, die, die noch herzhaft lachen können und das Zwischenmenschliche sehr gut ausgeprägt haben.



5 Reaktionen zu “Eltern sein auf Teneriffa”

  1. Claudia

    Hallo Thomas,
    dein Beitrag zum Eltern sein auf Teneriffa hat mir gut gefallen. Wir werden von Nov bis Jan 09 mit unseren beiden kleinen Mädchen auch dort sein und ich bin auf der Suche nach den Kursen, die du erwähnt hast (Musik, Sport, Kunst etc.). Kannst du mir ein paar Internetlinks oder andere Informationen darüber geben (auch spanische Seiten oder spanischsprachige Ansprechpartner sind kein Problem).
    Vielen Dank und viele Grüße, Claudia

  2. Anja

    Hallo Thomas! Vielen Dank für Deinen interessanten Beitrag.Wir werden am 2. Okt. nach Teneriffa auswandern und haben einen Sohn (2,5), der auch hier schon täglich in die KITA geht. Gibt es eine website/link oder Info über alle Kitas auf Tenerife? Wir werden wahrscheinlich bei Los Gigantes wohnen und suches etwas in der Nähe…
    Vielen Dank! Anja

  3. Erika

    Hallo,
    ich lebe auf Teneriffa und möchte mitteilen, dass es nicht so ist wie es in diesem Beitrag dargetellt wird! Kann man sich ja wohl denken dass auch in Teneriffa der Arbeitgeber nicht so locker lässig reagiert wenn man mal einfach so anruft und meint: „ja, Hallo lieber Chef, ich komm heut nicht, mein Kind ist krank….“ ist dos Humbuk! Auf Teneriffa ist zwar das Wetter besser, aber deswegen wachsen noch lange keine gebratenen Hühner auf den Bäumen… Glauben die Leute hier eigentlich alles was man schreibt? Im Gegenteil!! In Deutschland ist das soziale System und der Eltern- und Mutterschutz viel besser als in Spanien und auf den Kanaren, man bekommt auch viel mehr finanzielle Unterstützungen. Die kreative Förderung der Kinder ist sehr gut und die soziale Wärme im Umfeld auch, aber das mit dem Arbeitgeber und dem Verständnis sit der größte Schwachsinn den ich seit langem gelesen habe! Thomas, hast du Kinder? Sicher nicht….

  4. Andre

    Das kommt wohl immer auf den Arbeitgeber an. Ich habe es genauso erlebt wie Thomas, daß viele spanische Chefs hier toleranter sein können, wenn ein Kind krank wird…
    Aber sicher ist es richtig, daß man das nicht verallgemeinern darf, es gibt hier wie in Deutschland gute und schlechte Chefs…

  5. Beate

    Hier habe ich noch was über die psychische Gesundheit der kanarischen Kinder gefunden: kanarenexpress.com

    Ob das nicht mit der schlechten Ernährung zusammenhängt, ich meine mit viel zu fettem und kalorienhaltigem Essen…?