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Die Geschichte des Tourismus auf Teneriffa

Dass der Tourismus auf den Kanaren heute so ein Boom ist, ist eigentlich nur einem kleinen Zufall zu verdanken. Seit Anbeginn des Tourismus hielt sich dieser nun schon über hundert Jahre, obwohl sich anfangs nur wenige Fremde auf die Inseln mitten im Atlantik verirrt haben.

Beliebte Gäste auf den Kanaren waren Geschäftsleute, Botaniker, Naturforscher, Geologen, Zoologen, Psychologen und auch Künstler und Schriftsteller ließen sich damals in spartanischen Unterkünften nieder und genossen vor Allem das Klima und die beeindruckende Natur. Auf steigende Anfrage entstanden anfangs besonders im Norden der Insel, in Puerto de La Cruz, einige Luxushotels und große Ferienkomplexe. Man muss allerdings bedenken, dass Urlaube damals nicht für jedermann möglich waren und die Klientel auf den Kanaren daher besonders erlesen war.

Seit Anbeginn des neuen Jahrhunderts hat die Tourismusbranche auf den Kanaren viele Höhen und Tiefen hinter sich. Immer zunehmend kontrollierten mehrere ausländische Tourismusbranchen die Geschäfte auf der Insel.

Nach dem zweiten Weltkrieg reisten wieder vermehrt Deutsche und Engländer nach Teneriffa und brachten die Wirtschaft wieder zum Wachsen. Um 1950 kamen nur etwa 20.000 Urlauber per Kreuzfahrtschiff auf die Insel. Als das Zeitalter der Charterflüge hereinbrach, stiegen diese Zahlen fast bis ins unermessliche.

Durch die steigende Anzahl von Touristen musste nun auch für weitere Unterkünfte gesorgt werden. Der brach liegende und eher trockene Süden Teneriffas war dazu wie geschaffen und so wurden in Los Cristianos und Playa de Las Americas verschiedene Hotelkomplexe und Urlaubslandschaften aus dem Boden gestampft.

Seit den 60er Jahren wurde der Tourismus auf Teneriffa endgültig zum Massenphänomen. Dies war möglich durch das Einsetzen von größeren und schnelleren Chartermaschinen. Der finanzielle Aufschwung in den Industrieländern wie Deutschland, England usw. führte auch dazu dass die Menschen immer mehr Geld besaßen und sich locker einen längeren Aufenthalt im Ausland leisten konnten.

Mit der Zeit wurden auch Fernreisen immer günstiger und so blieben die Besucherzahlen auf Teneriffa wieder aus. Das Image der Insel hat unter diesem Rückgang erheblich gelitten. In diesen kritischen Momenten waren die Kapazitäten weitaus größer als die Buchungszahlen. Dieses Debakel ist mitunter durch die Fehlinvestitionen in die Hotelbranche geschehen, doch leider waren die bisherigen Gewinne zu verlockend und man hat dabei externe Faktoren übersehen.

Auf Teneriffa kam nun eine echte Krise zu, die sich in Form von Personalabbau, Schließungen und einem beinharten Preiskampf manifestiert. 80 % der Inselbewohner waren vom Tourismus abhängig und daher war die ganze Insel von der Krise betroffen. Als Antwort darauf hat man die Serviceleistungen verbessert das Personal geschult und etwas investiert. Die Situation hat sich nun auf den Kanaren wieder einigermaßen stabilisiert.

In den letzten Jahren geht der Boom eher in Richtung Ökotourismus und nachhaltigem Tourismus in Fincas und Unterkünften auf dem Land. Die verheerenden Folgen des Bauwahnsinns haben anscheinend Früchte getragen und waren den Canarios und ausländischen Investoren eine Lehre.

Der Tourismus auf Teneriffa hat eine sehr lange Geschichte hinter sich. Es ist auf der einen Seite traurig, dass Bananenplantagen und Naturlandschaften Platz machen mussten für Hotels und Ferienkomplexe. Jedoch auf der anderen Seite verdankt Teneriffa viel seines Wohlstandes dem Tourismus, der vielen kanarischen Familien eine Lebensgrundlage geboten hat.

Heute ist bei Weitem nicht mehr so viel Tourismus vorhanden wie in den 70er Jahren, doch trotzdem ist der Tourismus nach wie vor ein unabkömmliches, finanzielles Standbein der Insel Teneriffa.

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Eine Reaktion zu “Die Geschichte des Tourismus auf Teneriffa”

  1. rentaworker

    Sehr schöner Beitrag.

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