Sonneninsel Teneriffa
Teneriffa Aktuell
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Kanarische Jagdhunde

Die Jagdhunde auf Teneriffa gehören zu der Rasse der Podenco Canario. Dabei handelt es sich um eine anerkannte Hunderasse, die auf allen Kanarischen Inseln anzutreffen ist. Auch sind ähnliche Rassen in Ägypten, Malta, Italien, den Balearen und anderen Regionen vorzufinden.

Es gibt verschiedene Meinungen über die Herkunft, die allerdings nicht weiter belegt sind. Zum einen besteht die Theorie, daß die Podencos von der altägyptischen Rasse Tesem abstammen. Somit wäre diese Rasse bereits 7000 Jahre alt. Zum anderen könnten sie von den Pariahunden, die in Afrika weitverbreitet sind, abstammen und, nach der Eroberung der Spanier im 15. Jahrhundert, mit den Podencos der Iberischen Halbinsel gekreuzt worden sein. Man ninmt an, daß die Guanchen, die Ureinwohner Teneriffas, mit den heutigen Berbern verwandt waren. Und da in der Antike der Name Islas Canarias vom römischen Autor Plinius dem Älteren geprägt worden sein soll, der nichts anderes als Inseln der Hunde bedeutet, scheint diese Annahme die logischere.

Hier wird der Podenco bei der Kaninchenjagd eingesetzt. Durch seine hervorragenden Sprungeigenschaften und seine Trittsicherheit, ist er ideal für die Jagd in diesem vulkanischem Gelände geeignet.

Leider wird er aber gerade von den Einheimischen oft nur als „Jagdwerkzeug“ angesehen und es ist keine Seltenheit, daß alte oder anderweitig „unbrauchbare“ Tiere einfach ausgesetzt werden. In den letzten Jahren hat sich zwar das allgemeine Verhalten den Tieren gegenüber sehr verbessert, aber solche Aussetzungen kommen immer noch (zu) häufig vor.

Wer sich näher für dieses Thema, für den Tierschutz, bzw. diese Hunde interessiert, sollte unbedingt bei www.proanimaltenerife.de reinschauen.

Dies ist die Website von Elke und Manfred Rossmann, die die Gründer des Vereins Pro Animal de Tenerife sind. Sie haben sich der Hilfe und Pflege der Not leidenden Hunde auf Teneriffa verschrieben. Doch sie betreuen nicht nur die Podencos, sondern alle Tiere, die Hilfe benötigen. Durch das Elend dieser ausgesetzten Tiere berührt, haben sie angefangen, sie zu füttern und sich um sie zu kümmern, aber das reichte schon bald nicht mehr aus. Weder zeitlich noch finanziell war es für die beiden alleine noch tragbar. Der Verein finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und die Hilfe von Freiwilligen. Auf der Finca der Rossmanns tummeln sich immer viele Hunde, dort findet jeder, zumindest vorübergehend, eine Bleibe.

Auch fahren sie die Tiere zur Tierklinik und kümmern sich um eine gute Vermittlung. Sollte also jemand einen Hund suchen, wird er dort auch bestimmt fündig. Es sind auf der Homepage auch immer aktuelle Berichte über die Hunde. Das fängt damit an, wie sie in den Wäldern gefüttert, betreut, eingefangen… werden und reicht bis zum Bericht, wie es dem Hund in seinem neuen Zuhause gefällt.

Wildhunde auf Teneriffa

Immer wieder spricht man von Wildhunden auf Teneriffa. Sind dies wirklich echte „Wilde Hunde“?

Nein, es gibt keine Wildhunde im Sinne einer bestimmten Hunderasse, die auf Teneriffa oder anderen kanarischen Inseln wild lebt. Die sogenannten Wildhunde, meist Podencos, die ihren Besitzern lästig geworden waren oder die einfach zu schlecht im Jagen waren. Solche Hunde werden von kanarischen Jägern nach der Jagd einfach nicht mehr eingefangen und verwildern dann in den Wäldern und im Teide Nationalpark.

Die Hunde von El Portillo: Tierschutz auf Teneriffa

Die Hunde von El Portillo: Tierschutz auf TeneriffaDie Autorin Angela Viegas möchte mit ihrem Buch „Die Hunde von El Portillo“ auf das Elend vieler Tiere auf der Ferieninsel hinweisen, ganz besonders der Hunde von El Portillo. Leider ist auf Teneriffa nicht alles nur Sommer, Sonne, Eierkuchen und Freude sondern auch Elend für ausgesetzte, misshandelte, kranke und abgemagerte Tiere. Niemand fühlt sich verantwortlich für das Leid der ausgesetzten Hunde und so liegt es oft in der Hand von auswärtigen Touristen oder deutschen Residenten und anderen Tierfreunden aus aller Welt auf Teneriffa diesen armen Tieren zu helfen.

Einige der Leser haben sogar gesagt, dass jeder Tourist dieses Buch gratis bei der Ankunft auf Teneriffa bekommen sollte, um sich für diese Notlage sensibilisieren zu können. Andere Leser haben berichtet, dass sie von den hier beschriebenen Tierschicksalen so tief getroffen wurden und sofort Kontakt zu Tierschutzvereinen auf Teneriffa aufgenommen haben um zu helfen. Leider haben weder die Bevölkerung noch die Inselregierung allzu viel für die armen und verwahrlosten Hunde von El Portillo übrig. In vielen Fällen schreiten Menschen verschiedenster Herkunft wie beispielsweise aus Deutschland ein um ein Zeichen zu setzen und den Tieren einfach zu helfen.

Dieses Buch hilft zu verstehen, dass jeder einzelne von uns mit einem kleinen Opfer und einer kleinen Hilfestellung einem in Not geratenen Tier auf Teneriffa helfen kann. Es werden verschiedenen Möglichkeiten zu helfen in diesem Buch beschrieben und es wird dem Leser klar gemacht, dass Helfen nicht immer mit einem großen Aufwand verbunden ist. Die Schicksale verschiedener Tiere wie dem Rüde Taji und seinen Welpen, die auf dem Parkplatz des Touristenzentrums El Portillo im Teide Nationalpark hungernd gelitten haben, werden von Angela Viegas mit viel Emotion beschrieben und reissen den Leser mit. Wenigstens diese Geschichte hatte Dank verschiedener Helfer ein Happy End.

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