Sonneninsel Teneriffa
Teneriffa Aktuell
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Die Heilige für die Ewigkeit

Die Insel Teneriffa hat viele Mythen, Legenden und Geschichten zu bieten, die sich die Einwohner an gemütlichen Abenden erzählen.

Ein wahres Wunder besitzt die Insel im Kloster von Santa Catalina in La Laguna. Hier wird der Leichnam einer ganz besonderen Nonne aufbewahrt.

Eine Legende erzählt eine geheimnisvolle Geschichte über eine ganz besondere Frau namens Marí­a de Jesús de León Delgado. Diese wurde mit am 23 März 1643 in der Gemeinde El Sauzal als Tochter einer einfachen Familie geboren. Marí­a de Jesús zeigte bereits im Kindesalter eine besonders fromme und gütige Person zu sein. Mit 20 Jahren ist sie dem Kloster Santa Catalina in La Laguna beigetreten und wurde auch dort schnell durch ihre Tugenden beliebt. Viele Gläubige suchten schon damals Schwester Marí­a de Jesús auf um sich Rat bei ihr zu holen und sie um ihren Schutz zu bitten.

Unter mysteriösen Umständen verstarb die Nonne nach einem Zustand von völliger Exstase am 15 Februar 1731. Am Leichnam der Schwester wurden bis 24 Stunden nach Eintreten des Todes noch Puls und normale Körpertemperatur sowie eine normale Pupillengröße festgestellt.

Die wundersamen Geschehnisse namen auch nach dem Tod der Nonne ihren Lauf. Ein Pirat aus Teneriffa namens Amaro Rodrí­guez Felipe, kurz Amaro Pargo genannt, hatte die Domenikaner Mönche um Erlaubnis gefragt das Grab der Schwester zu öffnen. Amaro Pargo glaubte schon zu Lebzeiten der Nonne an deren übersinnliche Fähigkeiten, da er bei einem Angriff durch ihre Kraft beschützt worden war. Das Bildnis von Marí­a de Jesús erschien zwischen Amaro Pargo und der Waffe eines Angreifers und rettete ihm somit das Leben.

Bei der Öffnung des Sarkophags trug sich etwas Geheimnisvolles zu. Der Leichnam war wie zu Lebzeiten und weiste keinerlei Spuren von Verwesung auf. Aus einer Wunde, die der von Jesus Christus Brustkorb glich, trat Blut und eine nicht identifizierbare Flüssigkeit aus, welche nach Jasmin roch und das ganze Kloster in den Blütenduft einhüllte.

Bis heute wird der Sarkophag von Schwester Marí­a de Jesús zu besonderen, religiösen Anlässen geöffnet. Und bis heute ist der Leichnam gut erhalten und weist keinerlei Verwesungen auf. Es wurde bereits ein Ansuchen um Seeligsprechung und Heiligsprechung von Marí­a de Jesús an den Vatikan in Rom gestellt.

Es scheint, als gäbe es doch Dinge, die wir mit unserem Wissen nicht erklären können. Wenn man an Wunder glaubt, dann können auch welche passieren…