Sonneninsel Teneriffa
Teneriffa Aktuell
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Geschichte Teneriffas

Die Kanaren waren den Völkern des Mittelmeerraumes schon seit alters her bekannt. Die Phönizier und später die Karthager holten sich, nach vorherrschender Ansicht unter den Forschern, von den Inseln die Orchilla-Flechte, um die begehrte Purpurfarbe herzustellen.

Bereits kurz nach Christi Geburt führte Pinius der Ältere ( von 23 bis 79 n. Chr.), römischer Feldherr und Geschichtenschreiber, den Archipel und Angabe geographischer Daten in seinen naturwissenschaftlichen Schriften auf.

Rund 100 Jahre später tauchen die Kanaren im dem Werk des Mathematikers und Geographen Claudius Ptolemäus als Ort in der bewohnten Welt mit der Charakterisierung ”glücklich“ auf. Nach etwa 125 n Chr. scheinen die Kanaren dann erst einmal vergessen worden zu sein.

Die Inseln gehören in der Folgezeit dann auch ganz den Ureinwohnern, die die Bezeichnung ”Guanchen“ erhalten, die ursprünglich den Ureinwohnern Teneriffas zugedacht war. D

ie Gelehrten streiten bis heute darüber, wie die Guanchen auf die Inseln gelangt sein könnten. Die Guanchen lebten in Steinzeitgemeinschaften als Ackerbauern und Hirten; erstaunlich erscheint jedoch ihre ”moderne“ Sozialstruktur, in der sie lebten. Die Guanchenfrauen konnten bis zu 3 Ehemänner haben, sie bestimmt die Erbfolge und ihr Wille allein reichte aus, eine eheliche Verbindung einzugehen oder wieder zu lösen.

Alle Chronisten sind sich darüber einig, dass die Guanchen sowohl körperlich als auch geistig ein weitentwickelter Menschenschlag war. Sie sprechen über kriegerische Kraft und beispielhaften Mut der Guanchen, den sie nicht zuletzt im Kampf gegen die Spanier beweisen. Ehrgefühl scheint eine grosse Rolle in der sozialen Struktur der Gesellschaft gespielt zu haben; Grausamkeiten waren den Guanchen dagegen sehr fremd.

Im Jahr 1494 landet am 01.05. Alonso Fernández de Lugo in dem Hafen von Teneriffa mit einer Flotte von 15 Schiffen und rund 1000 Bewaffneten und Reitern. Die Eroberer dringen zunächst ungehindert auf der Insel vor. Doch bei Acentejo zwingt sie einer der Herrscher der Insel in die Knie und die Schlacht endet mit 900 Toten der Eroberer.

Am 02. 11. des gleichen Jahres unternimmt Alonso Fernández de Lugo einen zweiten Angriff auf die Insel und aufgrund seiner Übermacht werden die Guanchen in der Schlacht La Victoria geschlagen. Zudem reduziert sich die Zahl der Guanchen noch durch eine eingeschleppte Seuche der Eroberer und die Insel ist von nun an Teil des Spanischen Reichs.

Teneriffa wird von nun an von spanischen und anderen europäischen Einwanderern besiedelt und die Guanchen werden zum grossen Teil versklavt. Aus dem Jahr 1500 stammt ein Gesetz, das besagt, dass die Guanchen erst dann wieder frei sein können, wenn sie ihrer Herrschaft mindestens 16 Jahre lang gedient haben.

Wirtschaftlich ging es der Insel in dieser Zeit sehr gut, denn vor allem der Handel mit Südamerika war sehr lukrativ. Allerdings lockt dies auch Piraten und Freibeuter aller Nationen an, die die Insel plünderten und die Einwohner versklavten.

Immer wieder versuchen Engländer die Insel zu erobern; so auch der berühmte Seeheld Horatio Nelsen, der 1797 vor Santa Cruz de Tenerife die einzige Niederlage seiner Seefahrtkarriere hinnehmen muss und dabei seinen rechten Arm verliert.

Danach setzt die eigentliche Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs auf der Insel ein. 1852 unterschreibt die spanische Königing Isabella II. ein Dekret, dass die Kanaren zum Freihafen-Gebiet erklärt. 1982 erhalten die Kanaren den Autonomiestatus.1986 tritt Spanien der EU bei, was auf den Kanaren zu Protesten führt, da die Bauern um ihre vom spanischen Staat garantierten Rechte und Abnahmegarantien fürchten. Den Kanaren wird jedoch ein Sonderstatus zugebilligt, der zusammen mit der Zollfreiheit für eine gewisse Beruhigung sorgt.