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Plastiktüten und Teneriffa

Während meiner Erfahrung auf Teneriffa habe ich eine negative Tatsache entdeckt.

Bestimmt waren Sie, falls Sie auf Teneriffa leben oder dort auf Urlaub waren, schon mal im Supermarkt einkaufen. Sie werden gemerkt haben, dass die Kassierer alle Ihre Artikel aufmerksam in Plastiktüten packen. Das ist nicht schlecht aber…

Wie viele Plastiktüten benutzen Sie???

Für alle 2 Artikel eine eigene Plastiktüte. Des Öfteren habe ich bei meinem Einkauf versucht, so viele Produkte wie möglich in dieselbe Tüte zu packen oder mit meinem Rucksack oder einer Tasche einkaufen zu gehen.
Die Verwendung dieser großen Anzahl von Plastiktüten ist wirklich eine Verschwendung und eine Umweltverschmutzung und unnötige Abfallproduktion. Weltweit wird nur 1% der Plastiktüten wiederverwertet, da es billiger ist neue Tüten zu produzieren.

Also… bitte, zu mindestens ihr, Deutschen, Schweizer und Österreicher: ihr, die ihr so gut erzogen seid in Punkto Mülltrennung und Recycling in euren Heimatländern, behaltet eure Philosophie auch auf Teneriffa bei und erzieht die Spanier! Geht mit gutem Beispiel voran!
Wir leben alle in derselben Welt, egal ob in Spanien oder in Deutschland.
Ich denke der Grund dieser Verschwendung ist die Kostenlosigkeit der Tüten, denn wären diese zu bezahlen, würde bestimmt niemand so sorglos damit umgehen.
So hat Irland schon in 2002 die Plastiktüten gegen Gebühr eingeführt und siehe da: der Gebrauch ist um 90% gesunken. Einige Länder haben die Umweltverschmutzer Plastiktüten sogar komplett verboten und vom Markt genommen.

Hier auf Teneriffa ist es einfach nur paradox!
Ich denke es wäre das Mindeste, daß man mit einer eigenen, wieder verwendbaren Tasche oder einem Rucksack zum Einkaufen geht, und das nicht nur dann, wenn Plastiktüten verboten sind oder etwas kosten.
Danke



2 Reaktionen zu “Plastiktüten und Teneriffa”

  1. Spanienblog

    Ich denke auch, dass die in Supermärkten abgegebenen Plastiktüten nicht mehr kostenlos sein dürfen oder dass (wie in der Schweiz in vielen Märkten) nur noch kostenpflichtige Mehrweg-Papiertaschen angeboten werden.

    Andererseits wurde vor ein paar Jahren spanienweit und sehr erfolgreich der „contenedor amarillo“, also das Plastikrecycling eingeführt. Und es ist lobenswert, wie konsequent dieser auch meist genutzt wird.

    Eng verbunden mit dem Plastiktüten-Problem ist, dass diese Plastiktüten oft auch in grösseren Mengen und leer aus den Supermärkten mitgenommen werden, da diese als Abfallsack gebraucht werden. (In Spanien bringt man den Abfall aus guten Gründen mindestens täglich weg.) Papiertaschen wären dazu tatsächlich nicht geeignet …

  2. Nadine

    Die Kanarische Regierung und die Supermarktketten der Inseln wollen 330 Millionen Plastiktüten einsparen. Am gestrigen Montag wurde diese neue Vereinbarung unterzeichnet.
    Nicht nur dem Umweltminister dürfte der Gebrauch von Plastiktüten für den einmaligen Gebrauch ein Dorn im Auge sein. Zwischen der Regierung und den Supermärkten gilt nun die Regelung, die Anzahl der ausgegebenen Taschen um die Hälfte zu reduzieren.

    Ein wichtiger Punkt bei der Verhandlung ist die Tatsache, dass sich die Tüten nicht recyclen lassen. Nach dem einmaligen Gebrauch, landen sie schnell im Müll.
    Einige der Plastikteile benötigen dabei jedoch bis zu 450 Jahre für die Zersetzung. In dieser Zeit gelangen die biologisch nicht abbaubaren Plastikstoffe in die Ozeane und werden von Meerestieren gefressen, die diese irrtümlich für Futter halten und verenden daran qualvoll.

    Im Rahmen dieser Aktion werden zudem in Supermärkten verschiedene Kampagnen stattfinden, um den Kunden umweltfreundlichere Alternativen zu präsentieren.

    Die Vereinbarung, 330 Millionen Plastiktüten einzusparen, gilt bis 31. Dezember 2011.

    Quelle: canary-network.net