Sonneninsel Teneriffa
Teneriffa Aktuell
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Sport und Tradition

Ringkampf (Lucha canaria)

Bereits vor der spanischen Eroberung waren Sportwettkämpfe beliebt und der kanarische Ringkampf ist ein Überbleibsel, das sich noch heute großen Zuspruchs erfreut. Beinahe jeder Ort hat sein ”terrero“, die ringförmige Sandarena in der sich die Kämpfer gegeneinander messen. Meist finden die Kämpfe anläßlich besonderer Festlichkeiten statt.

Mannschaften von je zwölf Mann tragen die Kämpfe aus. Es kommt darauf an, den Gegner mit irgendeinem Körperteil zu Boden zu zwingen, nur die Füße sind ausgeschlossen. Der Kampf ist fair, die Spielregeln streng. Es geht mehr um Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen als um die schiere Kraft. Zu Beginn einer Runde, die brega genannt wird, geben sich die Kontrahenten die rechte Hand und ergreifen mit der Linken den aufgerollten Saum der Shorts des Gegners.

Nun wird versucht, durch Schieben, Ziehen und Einsatz des eigenen Körpergewichtes einander zu Fall zu bringen. Sobald ein Körperteil (ausgenommen natürlich die Füße) eines Kämpfers die Erde berührt, ist eine brega gewonnen.
 

Stockkampf (Juego del Palo)

Außer dem oben beschriebenen Ringkampf gibt es noch einen weiteren Zweikampf, der mit Stöcken ausgetragen wird, ein elegantes Fechten , das ebenfalls Geschwindigkeit und schnelle Reaktion erfordert. Der Stock ist meist aus Kirschbaumholz selbst gefertigt und mit Fett oder auch Öl eingerieben, damit er geschmeidig bleibt und nicht splittert

 

Hirtensprung (Salto del Pastor)

Bei diesem Wettbewerb zeigt sich die Geschicklichkeit und Kraft des Einzelnen. Mit Hilfe eines langen Hirtenstabes aus starkem Holz mit Metallspitze , hart und leicht biegsam, zeigen die Austragenden ihr Können. Es geht darum, mit Eleganz und Schwung möglichst große Höhenunterschiede zu überwinden, wie dies auch beim Hüten der Schafe oder Ziegen in bergigem Gelände geschieht. Diese Darbietungen sieht man meist anläßlich der Volksfeste, eingebunden in andere folkloristische Darbietungen.