Sonneninsel Teneriffa
Teneriffa Aktuell
Für Webmaster

Vulkanausbruch und Erdbeben auf El Hierro

Seit mittlerweile 3 Monaten werden sehr häufig leichte Beben im Süden der Insel El Hierro von Seismologen wahrgenommen. Die meisten der Beben waren so leicht, dass die Bevölkerung nichts davon spüren konnte. Jedoch ungefähr ein Dutzend der Erdbeben waren etwas stärker und konnten auch von der Bevölkerung wahrgenommen werden. Es wurden sogar Teile des Hafen- und Fischerortes La Restinga, an der Südspitze von El Hierro, evakuiert.


Die Insel El Hierro

Es gab Unterwasser Seebeben und es ist auch Magma ausgetreten. Man kann die Bewegungen unter und auch über Wasser verfolgen, da sich Unterwasser bereits ein Kegel mit rund 700 m Durchmesser gebildet hat. Aus einer Spalte, die rund 3 km lang sein soll, tritt ständig Erdmasse und flüssiges Gestein aus. Falls das Austreten von Magma stetig voranschreiten sollte, wäre es möglich, dass die Erdmasse die Oberfläche erreichen würde. Somit würde eine neue Insel vor El Hierro entstehen. Die Bewohner haben anscheinend sogar schon über den Namen der neuen Insel abgestimmt.

Erst heute morgen kam es erneut zu einem Vulkanausbruch Unterwasser etwas südlich von El Hierro. Man dachte zuerst, dass die Aktivitäten in einer Tiefe von rund 2.000 m gemessen wurden, doch tatsächlich fanden die Bewegungen nur 500 m unter der Meeresoberfläche statt. Trotzdem besteht momentan keine Gefahr und es werden zurzeit auch keine weiteren Ortsteile evakuiert. Die Bevölkerung und die Behörden sind jedoch allzeit bereit für weitere Evakuierungen und andere Maßnahmen zur Sicherheit der Herreños.

Vor der Küste von El Hierro schwimmt ein grüner Teppich, der durch die schwefelhaltige Erdmasse entstanden ist. Der Teppich ist größter als die Insel, stellt aber an sich keine Gefahren für die Menschen dar. Eine negative Folge dieses Ausbruches ist zu erkennen, da einige tote Fische mit dem Teppich vor El Hierro treiben.

Momentan haben sich die Erdbeben etwas weiter in den Norden der Insel verlegt und man weiß noch nicht genau welchen Ausgang sich die brodelnde Erdmasse suchen wird. Man vermutet allerdings, dass das Magma eher wieder in der Tiefe austreten wird und es werden ständig weitere seismische Messungen durchgeführt.

Gefährlich könnte es dann nur für die unmittelbare Umgebung der Ausbruchsstelle geben. Dort wäre mit Steinhagel, Aschenregen und Bränden zu rechnen. Falls die Masse an seichten Stellen im Meer austreten würde, käme es zu Gasexplosionen, was schwerer Folgen haben könnte als ein Ausbruch an Land.

Man kann nur hoffen, dass die Erdmasse weiter Unterwasser austritt und vielleicht auf sanfte Weise eine weitere Kanarische Insel entstehen lässt. Momentan gibt es keinen Grund zur Sorge und es werden weiterhin Untersuchungen und seismische Messungen durchgeführt.