Sonneninsel Teneriffa
Teneriffa Aktuell
Für Webmaster

Höhlen auf Teneriffa

Aufgrund der aktuellen Ereignisse und da bald ein alter Höhlenfan auf die Insel kommt (nämlich Tenes Papa), möchte ich heute mal etwas näher auf dieses interessante Thema eingehen.

Die wohl bekannteste und auch größte Höhle von Teneriffa ist die „Cueva del Viento“ (Höhle des Windes). Sie ist eine der größten Vulkanhöhlen der Welt und steht unter Naturschutz. Sie befindet sich in der Gemeinde Icod de los Vinos und hat eine geschätze Länge von 18 km, von denen bisher ca. 15 km erforscht worden sind. Ihre verzweigten Gänge verlaufen über mehrere Ebenen und sollen sich über Icod de los Vinos bis hin nach Garachico erstrecken.
Viele verschiedene endemische Tierarten haben dort ihren Lebensraum. Man hat mehr als 190 Arten gefunden, von denen viele in absoluter Dunkelheit leben. Neben 15 vorher unbekannten Arten, haben Wissenschaftler auch Knochenreste von Wirbeltieren gefunden, die bereits ausgestorben sind.
In Icod de los Vinos finden sich mehrere Zugänge, wovon einer der Hauptzugänge oberhalb von Icod im Ortsteil Santa Barbara zu finden ist. Vor einiger Zeit wurde bei Bauarbeiten am Dragopark ein weiterer Zugang zur Höhle gefunden. Allerdings ist die gesamte Cueva del Viento nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, obwohl dies schon seit vielen Jahren immer wieder im Gespräch ist.
Im Jahre 2004 wurde eine Öffnung für den Frühling 2005 angekündigt, aus der nichts geworden ist. Die Pressestelle von Icod de los Vinos teilte nun eine Eröffnung für 2007 mit. Es soll geführte Besichtigungen in Gruppen bis zu 14 Personen geben. Erstmal soll der Eintritt frei sein, allerdings müssen die Besucher die Fahrt vom Drachenbaumpark zum Eingang im Ortsteil Cueva del Viento zahlen.

Zahlreiche Höhlen gibt es auch im Gebiet um Güimar. Diese wurden von den Guanchen als Wohnhöhlen oder Begräbnisstätten genutzt. Eine Höhle in diese Umgebung heißt Cueva Honda. Sie ist ca. hundert Meter lang und an der höchsten Stelle fünf Meter hoch. Entstanden ist sie durch eine Explosion von unterirdischen Gasansammlungen.

Ein Wallfahrtsort ist die Cueva del hermano Pedro nahe der Playa de Las Tejitas bei El Médano. Bruder Pedro soll dort einige Zeit gelebt und meditiert haben. Im Jahre 2002 wurde der in Vilaflor geborene Pedro de Batancour von Papst Johannes Paul II für sein Wirken im zentralamerikanischen Guatemala heilig gesprochen. Eine Büste des heiligen Mönchs findet sich an der Hauptpost von La Laguna.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Cueva del Hielo (Eishöhle). Sie befindet sich oberhalb der Schutzhütte Alta Vista, an dem Aufstieg zum Teide-Krater. Ungefähr 20 Minuten von der Hütte entfernt befindet sich eine scharfe Linkskurve, in der rechts ein Pfad zur Eishöhle führt. Über eine Eisenleiter kann man in die ca. 50 Meter langen Gänge hinabsteigen. Sie sind mit Eiszapfen verziert und es liegt fast das ganze Jahr über Schnee.

Eine weitere Besonderheit auf den kanarischen Inseln sind die Wohnhöhlen.
Bewohnte Höhlen gibt es auf Teneriffa auch heute noch, wie in Chinamada im Anagagebirge. Es ist ein Höhlendorf, in dem schon die Guanchen in Höhlen lebten. Einige wenige Menschen leben dort noch heute in den ca. 30 bestehenden Höhlen. Die Wohnhöhlen sind an den Vorderwänden wie normale Häuserfassaden gestaltet und man sieht Satellitenschüsseln und Sonnenkollektoren. 🙂

zur Fotogalerie: Wohn-Höhlen im Anagagebirge

Es gibt auch geführte Wanderungen zu den Wohnhöhlen im Anagagebirge.



Eine Reaktion zu “Höhlen auf Teneriffa”

  1. christel

    als wir im Januar auf Teneriffa waren, haben wir mit Chiniña einen Ausflug nach „Afur im Anaga Gebirge“ gemacht.
    Chiciña hat dann auch am 2. Februar einen genauso lautenden Beitrag im Blog geschrieben: Afur im Anaga Gebirge
    Auf dem 1. Foto, nehme ich an, sind auch Wohnhöhlen abgebildet, richtig?
    Viele liebe Grüsse an Euch alle nach Spanien