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Icod de los Vinos, Teil 1

Stadtteile, Kirchen, Klöster … von Icod de los Vinos

Icod de los Vinos liegt im Norden von Teneriffa, etwa 20 Kilometer westlich von Puerto de la Cruz und hat wesentlich mehr zu bieten, als in den meisten Reiseführern erwähnt wird.
Die Stadt wurde 1501 gegründet, hat eine Fläche von ca. 95 kmí² und etwa 24.000 Einwohner (2007). Sie besteht aus 27 Stadtteilen (El Amparo, Santa Bárbara, La Florida, La Vega, Las Canales, La Mancha, Buen Paso, San Felipe, Playa San Marcos, La Centinela, Los Piquetes, La Patita, Llanito Perera, Cueva del Viento, San Antonio, Campino, La Coronela, La Candelaria, El Paredón, La Cruz del Camino, Las Lajas, Hoya Nadí­a, Las Abiertas, Redondo, La Cruz del Tronco, El Lance y Pueblo Nuevo), die sich vom Meer bis zum höher gelegenen Waldgebiet erstrecken. An der fast 10 Kilometer langen Küste findet man Bananenplantagen, Weinhänge, Steilküste und den Sandstrand Playa San Marcos. Es gibt zahlreiche Kirchen, antike Herrenhäuser und Klöster. Vielerorts hat man einen großartigen Blick auf den Teide, da man sich sehr nahe und tief unter ihm befindet. Die Umgebung ist sehr fruchtbar, was sich vorallem in der üppigen Vegetation und den besonderen Weinen widerspiegelt.
Bekannt ist Icod de los Vinos vorallem durch den Drago Milenario (Drachenbaum) und die Cueva del Viento (siehe Blog-Beitrag: Höhlen auf Teneriffa). Aber auch für die hervorragenden Weine, wie zum Beispiel der Malvasier-Wein, der schon von Shakespear als einer der besten Weine der Welt gelobt worden ist.
Neben dem Drachenbaum, auf der Plaza de Lorenzo Cáceres, befindet sich die sehenswerte Pfarrkirche Iglesia de San Marcos mit angeschlossenem Museum.

Icod de los Vinos, Teneriffa

Auf diesem Platz wurde auch eine Büste von General José Antonio Páez aufgestellt, eine hochgestellte Persönlichkeit bei dem Aufbau der Unabhängigkeit von Venezuela und ein Urenkel eines Einwohners von Icod.
Etwas oberhalb liegt die Plaza de la Constitución (oder Plaza de la Pila), in deren Mitte sich ein Garten mit einem Springbrunnen und, neben anderen Pflanzen, auch eine seltene Kandelaberpalme befindet, sowie der Palast von Lorenzo Cáceres. Dieses dreistöckige Gebäude mit seiner klassizistischen Fassade wurde 1802 erbaut und beherbergt heute unter anderem die Musikschule. Eingerahmt wird der Platz von den typischen kanarischen Häusern mit Holzbalkonen aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert, die zum Teil aufwendig restauriert worden sind. In den umliegenden Weinbodegas kann man den Wein von Icod probieren und Souvenirs kaufen.
Folgt man der Straße hinauf, gelangt man zum Hospital de los Dolores, aus dem 17. Jahrhundert, mit einem typischen Patio (Innenhof) und kanarischen Holzbalkonen. Geleitet wird das Hospital von den Nonnen des Ordens von El Buen Consejo und dient heute als Altenpflegeheim.
Eine weitere architektonische Sehenswürdigkeit ist das Franziskanerkloster El Espí­ritu Santo, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert, oberhalb des Hospitals, in einer Seitenstraße. Ein Stück davon entfernt steht die Kirche Iglesia de San Francisco mit einem interessanten Kreuzweg und dem Schnitzbild „El Cristo de Las Aguas“, das 1634 von Francisco Alonso de La Raya gearbeitet wurde.

Fortsetzung folgt….