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Mandelfest in Aripe

Jedes Jahr im Oktober feiert man in Aripe das traditionelle Mandelfest. Umgeben von Mandelbäumen und einer wunderschönen Bergwelt liegt Aripe im Süden Teneriffas oberhalb von Guí­a de Isora. Im Frühling ist Aripe der reine Blütenpalast und im Herbst Schauplatz einer großen Ernte.

Man kann nicht nur mit einem Stein (so wie sich das normalerweise traditionell gehört) oder mit einem Hammer die Mandeln knacken, nein sondern man kann auch alles probieren, was man aus den kleinen Mandeln alles noch herstellen kann.

Zum Probieren gibt es dann folgendes: Mandellikör, Mandelgebäck verschiedenster Art oder auch Mojos mit Maní­deln. Die Einheimischen behaupten ganz stark und fest das die Mandeln mit Feigen wohl am besten schmecken sollen. (Muss ich unbedingt mal probieren).

Sie werden auch sehen wie die Bäuerinnen ihre Trachten anhaben (auch Paysanas genannt) und mit Stöcken die leckere Frucht runter schlagen. Entweder werden die Früchte danach einzeln in Körben und Säcken gesammelt, oder man nimmt ein riesengroßes Tuch, legt es um den Baum herum und sammelt es danach auf. Man hat sogar einen Esel bereit gestellt um die Früchte auch richtig nach Hause zu bekommen.

Das Junge des Esels trottet hinterher, der Esel selber lässt sich am liebsten hinter den Ohren kraulen und damit man den Esel vor dem bösen Blick schützt, hat man ihm eine rote Schleife aufgebunden. Der Glaube an das Übersinnliche besagt: dass die Eselin so vor bösen Wünschen gefeit ist, die die Milch zum Versieí­gen bringen.

Nachdem die Ernte gemacht wurde, wird jetzt den Einheimischen wie auch den Besuchern des Mandelfestes erklärt, wie man die getrockneten Feigen herstellt. Eine normale Baumfeige wird einfach gepflückt und zum Trocknen gelegt. Das macht man solange, bis sich der süße Fruchtzucker auf der Außení­haut absetzt. Etwas aufwendiger wird es dann doch schon bei der Kaktusfeige. Die wird entweder (was sehr empfehlenswert ist) mit einer Pinzette aus Holz gepflückt, (Die Pinzette aus Holz ist sehr groß und sieht daher auch ein bisschen aus wie eine Riesenpinzette) oder für die ganz Harten unter uns, die machen es dann mit Handschuhen.

Wenn man das gemacht hat, legt man sie auf den Boden und schrubbt sie mit einem Besen solange bis die ganzen kleinen feinen Stacheln alle abfallen. Diese kleinen Stacheln bohren sich nämlich gerne in die Haut. Danach brechen sie ab und hinterlassen ein unangenehmes Gefühl bis man sie wieder rausgeholt hat. Wenn die Frucht dann aber doch endlich sauber ist, sticht man mit einem Gegenstand in ihr hinein, lässt die Luft raus und legt die zusammen gequetschte Frucht zum trocknen an die frische Luft.

Um die Frucht dann die acht bis zehn Tage (die sie trocknen muss) vor Insekten zu schützen, benötigt man lediglich ein feines Netz oder verschiedene Stoffe. Man sagt sogar, daß die Leute früher immer eine Kiste mit getrockneten Feigen zu Hause hatte, damit man auch im Winter etwas zum Essen und Naschen da war. Selbstverständlich macht man das heute ganz anders, das ist klar. Aber die Tradition der Kanarischen Ureinwohner bleibt trotzdem bestehen und viele handeln in ihrem Heim noch immer nach den alten Methoden von früher.

Wen das Mandelfest in Aripe interessiert, der schaut für weitere Fotos und weitere Informationen einfach auf die unten folgenden Links:

Bilder und Infos von der Mandelernte