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Mein Reisebericht – Teneriffa geschenkt

Ich konnte es kaum glauben! Ungläubig legte ich den Telefonhörer nieder. Meine beste Freundin hatte mir soeben einen Urlaub auf den Kanarischen Inseln geschenkt!

Teide Teneriffa

Kathrin war beruflich sehr erfolgreich. Sie arbeitete als Moderatorin und hatte gerade eine gewinnträchtige Jobzusage bekommen. Das war auch der Grund, warum sie zeitlich die Reise, die sie im Juni mit ihrem Lebensgefährten zusammen unternehmen wollte, nicht antreten konnte. Also schenkte sie sie mir und meinem Freund Mark. Ich war unglaublich aufgeregt, ich kannte bis jetzt ja nur die Nordsee, Bayern und Mallorca. Der Urlaub war inklusive Hotel schon komplett gebucht und sollte mich und Mark nach Teneriffa führen.

Santa Cruz - Plaza España

Weil das Klima auf den Kanarischen Inseln wegen der Passatwinde und der kühlenden Meeresströme, die sich Kanarenströme nennen, angenehm warm und trocken, aber nicht zu heiß ist, packte ich dementsprechend meine Koffer.

Wenige Tage später kamen Mark und ich schließlich vormittags auf Teneriffa am Flughafen Teneriffa Süd an. Nachdem wir unser Gepäck abgeholt und uns im Cafí¨ Ritazza etwas erfrischt hatten, nahmen wir den nächsten Linienbus 341 zur 60 km entfernten Hauptstadt, Santa Cruz de Tenerife. Damit hatten wir den anstrengendsten Teil unserer Reise erstmal hinter uns. Auch wenn wir uns auf der Fahrt schon einen kleinen Einblick in die unverwechselbare Landschaft Teneriffas machen konnten – die Kanarischen Inseln sind schließlich vulkanischen Ursprungs – waren wir erstmal fix und fertig. Santa Cruz ist übrigens nicht nur die Hauptstadt der Insel Teneriffa, sondern auch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

Für unsere deutschen Verhältnisse ist Santa Cruz de Tenerife recht
klein, sie hat nur knapp 250.000 Einwohner und liegt im Nordosten der Insel, direkt an der Küste.

Mitten in der Stadt erreichten wir schließlich per Taxi unser Hotel: Das Hotel Escuela Santa Cruz.

Ein schickes 4-Sterne-Hotel mit gemütlichem Salon hatte meine Freundin sich da ausgesucht. Ich fühlte mich vom ersten Moment an sehr wohl. Vor allen Dingen lag es so zentral. Schon im Taxi hatten mich die vielen kleinen Boutiquen und Restaurants angesprochen, ganz zu schweigen von dem atlantischen Flair der Stadt, gepaart allerdings mit zugegebenermaßen nicht immer hübschen grauen Häuserblocks. Aber einem geschenkten Gaul schaut man ja nicht ins Maul. Heute Abend, das war sicher, würden Mark und ich in ein romantisches kleines Restaurant gehen und ein bisschen das kanarische Nachtleben genießen. Mit diesem Gedanken schlief ich allerdings nach der anstrengenden Anreise erstmal ein – direkt neben unseren unausgepackten Koffern.

Abends, nachdem wir uns das nur wenige Minuten entfernte Auditorio de Tenerife, eine atemberaubend konstruierte Konzerthalle, angesehen hatten, die übrigens das Wahrzeichen der Inselhauptstadt ist, entschieden wir uns dafür, ein bisschen Obst, Käse und eine gute Flasche Wein zu kaufen und zum weißen Sandstrand Las Teresitas zu fahren. Dieser wurde vor 30 Jahren künstlich mit Unmengen weißem Sahara-Sand aufgefüllt, um Touristen und den Einwohnern Teneriffas, den „Tinerfenos“, einen karibischen Palmenstrand zu bieten. Der Strand wirkte jedoch überhaupt nicht künstlich, er war ganz im Gegenteil traumhaft schön und auch, wenn es mir bald etwas zu kühl wurde, war der Abend sehr romantisch: Wir setzten uns unter eine der zahllosen Palmen und verspeisten genüßlich unser Picknick.

Santa Cruz - Plaza España

Mit dem Nightlife wurde es in Santa Cruz de Tenerife denn doch nichts mehr, wir waren tagsüber viel zu beschäftigt, Teneriffa zu erkunden. So eine Gelegenheit würde schließlich nicht so bald wiederkommen. Mit einem ebenfalls jungen Pärchen, das wir im Hotel kennen lernten, machten wir beispielsweise drei Tage später einen Tagesausflug zum Pico del Teide. Dieser Vulkan, umgeben von einer atemberaubenden Kraterlandschaft, ist mit ungefähr 3.700 m die höchste Erhebung Teneriffas sowie Spaniens.
Auf vorgebenen Wanderwegen, die man aus Naturschutzgründen nicht verlassen darf, bewunderte ich unglaubliche Felsformationen und trockene, heideartige Vegetationsformen, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Mark lachte mich schon aus, weil ich von jedem Felsen und jedem verdorrten Baum oder Strauch ein Foto machte! Natürlich fotografierte ich auch unzählige Eidechsen, die am Wegesrand in der Sonne lagen und die sich sogar von uns füttern ließen! Aber auch Mark und unsere Begleiter konnten die unverwechselbare Teide-Landschaft nur bestaunen. Müde kamen wir schließlich wieder im Hotel an – natürlich war es viel zu spät, um noch etwas zu unternehmen, also tranken wir an der Hotelbar noch einen leckeren Cocktail und gingen dann zu Bett.

Unter anderem besuchten Mark und ich auch den Loro Park, einen traumhaft angelegten Tierpark, der die größte Papageien-Sammlung der Welt enthält. Diese Tiere waren wirklich wunderschön anzusehen! Auch der Haitunnel bot uns Einblicke in das Leben dieser faszinierenden Tiere.

Neben naturkundlichen Museen und den mysteriösen Pyramiden von Güí­mar bot uns Teneriffa auch den Besuch des wunderschönen Bergdorfes in Masca und faszinierende Pflanzen und Waldlandschaften. Auch der Punta de Teno hat uns gut gefallen.

Aber ich kann hier schreiben und schreiben: Letztendlich muss man Teneriffa mit eigenen Augen gesehen haben, um die Gänsehaut zu bekommen, die ich immer noch habe, wenn ich an meinen bisher wohl schönsten Urlaub zurückdenke.