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Drachenbaum und Parque del Drago

Drachenbaum, Icod de los Vinos

Der Parque del Drago mit dem berühmten Drachenbaum

Bekannt ist Icod de los Vinos vorallem durch den Drago Milenario, allerdings soll der „1.000-jährige Drachenbaum“ nach Erkenntnissen der Botaniker „nur“ 500 bis 600 Jahre alt sein. Sein Alter kann man nur schätzen, da er eigentlich kein Baum, sondern ein Agavengewächs ist, welches keine Jahresringe bildet, an denen man das Alter ablesen könnte. Mit seinen sechs Metern Umfang und siebzehn Metern Höhe ist er der größte und älteste Drachenbaum der Welt.
Im Jahre 1917 wurde der Drachenbaum (Dracaena draco) unter Naturschutz gestellt und ist heute eines der bekanntesten Wahrzeichen von Teneriffa. Er ist in vielen Kunstwerken verewigt worden und war früher auf den 1.000-Peseten-Scheinen zu finden. Als Wahrzeichen von Icod de los Vinos ist er auch im Stadtwappen integriert.
Von den Guanchen wurde er als heiliger Baum verehrt und sein „Blut“ für verschiedenste Zwecke genutzt. Das „Blut des Drachenbaums“ ist der Saft des Stammes, der sich blutrot färbt, wenn er mit Luft in Berührung kommt. Der Saft wurde zur Einbalsamierung der Toten, zum Färben oder auch zur Heilung – im Mittelalter zum Beispiel gegen Lepra – genutzt.
Weitere bekannte Drachenbäume stehen in Los Realejos (Drago de Sietefuentes), die Zwillingsdrachenbäume (Dragos Gemelos) in Breña Alta auf La Palma, in Santa Brí­gida (Drago de Pino Santo) auf Gran Canaria (mit einem Alter zwischen 500 und 900 Jahren) und in Garafí­a auf La Palma findet man die größte Ansammlung von Drachenbäumen des gesamten Archipels. Auch auf den Kapverdischen Inseln sind einige Exemplare zu finden.
In früheren Zeiten gab es einen großen Drachenbaum in La Orotava, in den Gärten der Casa Franchy, aber im Jahre 1867 wurde dieser von einem starken Sturm umgeknickt. Es ist nur eine einzige Fotografie von diesem Drago erhalten.
Der Park, der um den Drachenbaum angelegt worden ist, bietet weitere Sehenswürdigkeiten. Auf einem Rundgang durch einen botanischen Garten findet man viele weitere endemische Pflanzen der gesamten Insel, zum Beispiel Lorbeerbäume und die rote Tabaiba, die man meist im Tenogebirge findet. Es wurde ein kleines Dorf angelegt, indem das Leben der Guanchen dargestellt wird und in einer Vulkanhöhle sind Guanchen-Mumien ausgestellt. Man findet eine Darstellung von Teneriffa mit den verschiedenen Gemeinden, die in liebevoller Kleinarbeit aus Steinen angelegt wurde. Durch die Informationen im Besucherzentrum am Eingang und durch die Informationstafeln im gesamten Park bekommt man einen guten Einblick in das frühere Leben der Guanchen. Außerdem werden laufend mehrsprachige Führungen angeboten.
In dem Eintrittspreis für den Park ist auch eine kleine Stadtrundfahrt mit einer Bimmelbahn enthalten. Gegenüber der Plaza de las Américas und des Parkhauses befindet sich ein Glashäuschen indem man die Eintrittskarten kaufen kann. Hier startet auch die Bimmelbahn, die erst eine Runde durch die Altstadt fährt und dann am Drachenbaumpark hält.

Parque del Drago

Anreise:

Von der Küstenstraße TF-5 ist Icod de los Vinos gut ausgeschildert, allerdings sind die Schilder zum Drachenbaum nicht so gut zu sehen, da es kleine braune Schilder mit weißer Schrift sind. Der Busbahnhof von Icod ist nur einige hundert Meter unterhalb des Drachenbaums und wird von Bussen aus Puerto de la Cruz oder Santa Cruz angefahren.

Öffnungszeiten:
9:30 Uhr bis 18:30 Uhr (durchgehend)

Eintritt (inkl. Fahrt mit der Bimmelbahn):
Erwachsene: 4,- Euro
Schüler: 2,50 Euro
Kinder, 6 bis 12 Jahre: 2,- Euro
Residenten: frei



Eine Reaktion zu “Drachenbaum und Parque del Drago”

  1. Drago Milenario

    http://www.daniel.prado.name/Varios-Viajes.asp?art=169 info about Drago Milenario and photos