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Entstehung Teneriffas und der kanarischen Inseln

Lava-Landschaft aus Feuer und Wasser

Für die Entstehung der kanarischen Inseln und damit auch für die Entstehlung der Insel Teneriffa gibt es verschiedene Theorien und Spekulationen, doch alle haben eins gemeinsam:

Die Insel ist genauso sind auch alle anderen Inseln im makaronesischen Raum durch Vulkanausbrüche entstanden, die auf dem Meeresboden des Atlantischen Ozeans stattgefunden haben.

Entstehung Teneriffa: Kontrast aus Lava und Wasser
Beeindruckender Kontrast aus Vulkanfelsen und klarem Wasser

Inseln wie Teneriffa, die vulkanischen Ursprungs sind, weisen eine besondere Landschaft auf, in der man die Lavaströme von damals noch teilweise erkennen kann. Dadurch kann man sich gut vorstellen, wie damals alles ausgesehen hat ausgesehen hat, als die Massen von glühendem Magma die heutige Landschaft geformt haben…

Nachdem die Lava-Massen sich abgekühlt haben und sich in einem jahrhundertelangen Prozess ein Nährboden für verschiedene Pflanzen und Tiere ausgebildet hatte, konnte sich Teneriffa zu diesem wunderschönen Stück Erde entwickeln, das es heute ist: eine Vulkaninsel mit verschiedenartiger Fauna, Flora und Landschaften, die ihr Aussehen in jeder Klimazone völlig verändern.

Entstehung der kanarischen Inseln - Lava und Wasser
Türkisblaues Wasser und schwarze Felsen – wo Feuer und Wasser aufeinander trafen

Die Entstehung der Kanaren

Die generell akzeptierte Theorie über die Entstehung der Insel Teneriffa ist die Y-Theorie. Die Form der Insel ist wie ein Y, das links über kippt. Die drei Punkte dieses Y sind Teno und das Gebiet von Adeje und das heutige Anaga Gebirge.

Man sagt, dass sich ständig Spalten auf dem Meeresboden auftaten, aus denen Magma trat.

Das Rückgrad des Y bildet die so genannte Ladera Dorsal. Anfangs sollen sich 3 einzelne Inseln gebildet haben, an den drei vorher genannten Orten. Anschliessend soll sich eine vierte Insel in der Mitte des Dreiecks gebildet haben, welche sich dort befindet wo heute der Teide über die Insel wacht.

Vor zwischen 5 und 7 Mio. Jahren brachen immer wieder Spalten auf aus denen Magma an die Oberfläche trat. Diese Tätigkeiten kann man heute anhand der unzähligen und ganz eng aneinander stehenden Felsen.

Etwas später, vor ca. 2 bis 3 Mio. Jahren begannen riesige Mengen Lava links und rechts auf dem Weg zwischen den heutigen Gebieten von La Laguna bis hin zum Teide Nationalpark. Diese Magmamassen haben die heutige Abgrenzung zwischen den Tälern von Icod, La Orotava und Güimar.

Noch später hat sich dann die vulkanische Hauptaktivität auf das Ende der Cordillera in das Gebiet des heutigen Teides verlegt. Nach einer sehr heftigen Aktivität und vielen Ausbrüchen wurde vor 170.000 Jahren der Urvulkan zerstört. Durch diese Zerstörung ist ein Teil der Vulkaninsel in den Ozean abgerutscht und es ist das heutige Orotavatal mit seiner einzigartigen Vegetation.

In dem Vulkankegel, der durch die Zerstörung des Urvulkans entstanden ist, bildete sich ein neuer Vulkan, der das heutige Teide Massiv darstellt.

An den Küsten haben sich durch zahlreiche Lavaströme teilweise wilde Schluchten (Barrancos) gebildet, die der marinen Fauna seitdem einen wertvollen Lebensraum bieten. In sogenannten Charcos (spanisch: Charco = Pfütze) sammelt sich das Meerwasser zu Meerwasserbecken, die von den Kanariern gerne als Naturschwimmbad genutzt werden. Einiger dieser natürlichen Meeresschwimmbäder hat man mit Geländern und Plattformen sowie Liegeflächen versehen. Diese können Sie heute kostenlos oder gegen Eintrittsgeld benutzen. Beispiele finden Sie in Garachico (kostenlos) sowie in Bajamar und Punta del Hidalgo.

Der Kontrast zwischen dem schwarzen Vulkanstein und dem türkisgrünen Wasser ist beeindruckend.

Dies ist die Landschaft aus Feuer und Wasser, die wir auf Teneriffa häufig finden:

Entstehung der Kanaren
Wie ein Spiegel liegt das kristallklare Wasser zwischen den schroffen Vulkanfelsen

Es sind auch jüngere Vulkanaktivitäten registriert worden. Wenn man das schwarze und noch kahle Gebiet des Teno Gebirges beobachtet, zeugt dies von einer eher kurzen Lebenszeit und es schein so als ob dieses Gebiet erst später entstanden wäre.

Durch die jüngsten Vulkanaktivitäten sind folgende Vulkane entstanden: Montaña Negra (1706), Las Narizes del Teide (1798) und Chinyero (1906).

Der vulkanische Ursprung Teneriffas spiegelt sich anhand der abwechslungsreichen und einzigartigen Vegetation wieder.

Die Landschaft in den Gebirgen von Anaga und Teno erzählt eine lange Geschichte über die Entstehung der Insel Teneriffa und auch über die Entstehung der kanarischen Inseln insgesamt.

In einigen Artikeln haben wir bereits über die Entstehung der Kanaren und der Insel Teneriffa berichtet:
Vulkantunnel entdeckt
Makaronesien
Teneriffa – 3 Inseln
Atlantis – Entstehung der Kanaren



Eine Reaktion zu “Entstehung Teneriffas und der kanarischen Inseln”

  1. Martin

    Der eingestürzte Urvulkan soll weit über 5000 Meter hoch gewesen sein, und wäre dann der höchste Vulkan der Erde gewesen… eine Wanderführerin hat mal gesagt, dass der Teide immernoch den längsten Schatten der Welt werfen würde…(Kilimanscharo und Popcatepetl sind zwar rechnerisch höher wachsen aber auf Hochplateaus.). Ob das stimmt weiß ich aber nicht.
    Gruß Martin