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Papas & Papas arrugadas – Kartoffeln auf Teneriffa

Papas arrugadas

Auf der Kanarischen Insel Teneriffa gibt es einige Spezialitäten, die bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt sind. Das wohl bekannteste Gericht sind die Runzelkartoffeln mit der Salzschicht, die so genannten Papas arrugadas, auch kanarische Salzkartoffeln genannt oder „spanische Kartoffeln mit Salzkruste„.

Wußtet Ihr eigentlich schon, wie die papas arrugadas, die kanarischen Salzkartoffeln, erfunden wurden?
Ich bin heute von einer Freundin (von einer echten Kanarierin) über den Ursprung der spanische Salzkartoffeln aufgeklärt worden:

„Also, da die Inseln schon immer unter Wasserknappheit litten, versuchten die Einwohner, das Meerwasser so häufig wie möglich zu nutzen. So hat man begonnen die Kartoffeln mit Meerwasser zu kochen. Leider waren sie ungenießbar da zu salzig – bis schließlich jemand auf die Idee kam, die Kartoffeln vor dem Kochen nicht zu schälen, damit sie nicht so viel Salz aufnehmen. Und voila – die kanarische papa arrugada – zu deutsch Runzelkartoffel – war geboren!

Heute ist genügend Wasser vorhanden, so benutzen die Einheimischen hier auf Teneriffa kein Meerwasser mehr, dafür wird aber mindestens eine Hand voll grobes Meersalz ins Kochwasser geworfen. Die Zubereitung ist einfach  und die Kartoffeln bei Einheimischen wie Touristen genauso lecker wie beliebt.

Gegessen werden die kanarischen Kartoffeln übrigens immer mit mind. einer der typischen Mojo-Saucen.

Buen Provecho!

Die Kanarische Kartoffel

Ich hab sogar mal irgendwo gelesen, dass es auf Teneriffa zwischen 30 und 50 verschiedene Kartoffel Arten gibt. Die Kartoffel ist vor allem in Europa und Amerika ein wichtiger Bestandteil des Speiseplans und wird zu Fleisch oder Fisch serviert. Die Kartoffel wird bei mir zu Hause in Österreich Erdapfel genannt, das kommt wahrscheinlich daher, dass sie so wichtig für die Ernährung und leicht anzubauen war und eine rundliche Form vorweist.

Auf den Kanarischen Inseln und auf Teneriffa gibt es eine Kartoffelart, die schon fast zu den Luxusgütern zählt, da sie so schwer zu erhalten ist und auch dementsprechend teuer verkauft wird – la papa bonita, was so viel heißt wie die schöne Kartoffel. Es handelt sich hier um eine sehr kleine Kartoffelart, die etwa die Größe einer Walnuss besitzt. Die papa bonita hat auch einen leicht nussigen Geschmack, einfach köstlich.

Als wir das letzte Mal beim Vater meines Freundes, der ein waschechter Canario ist, zum Essen eingeladen waren, hat er uns was ganz Feines serviert. Es gab Conejo en Salmorejo (Kaninchen in Salmorejo Sauce) und dazu papas bonitas. Das ist sogar für die Canarios was besonderes, und für mich sowieso. Leider kann ich euch das Rezept nicht geben, das würde mir Pepe bestimmt für übel nehmen. 😉

Eine weitere Kartoffelart, die ganz besonders ist und in Europa nur auf den Kanarischen Inseln zu finden ist, ist die papa negra, die schwarze Kartoffel. Die papa negra wurde vor rund 400 Jahren von Peru auf die Kanarischen Inseln gebracht. Ihre Schale ist dunkelbraun bis schwarz und weist einige kleine, schwarze Punkte auf der Schale aus. Innen drinnen hat diese Kartoffel eine gelblich, dottergelbe Farbe und schmeckt cremig, leicht süßlich. Sie erinnert vom Geschmack her ein bisschen an die Kastanie.

Für den Kauf dieser speziellen Kartoffeln empfiehlt sich ein Besuch auf einem der vielen Bauernmärkte auf Teneriffa.